Unsere Schwerpunkte

Energiewendeziele erreichen – sektorübergreifende Schwerpunkte

SmartGridsBW unterstützt die Umsetzung der Energiewendeziele der Landes- und Bundesregierung auf vielfältige Weise. Wir fördern die Entwicklung von Konzeption und Umsetzung intelligenter Energienetze konsequent, denken aber über die Stromwende hinaus auch an die Verzahnung mit anderen Sektoren. Erfahren Sie mehr über die zukünftigen Schwerpunkte unserer Vereinsarbeit.

Unsere Arbeitsschwerpunkte und zugleich thematischen Kernbereiche zur weiteren Digitalisierung unseres Energiesystems lauten:

Im Folgenden stellen wir dar, wie wir die genannten Themen weiterentwickeln. Dabei greifen wir auch auf bereits bewährte Formate wie Gesprächs- und Arbeitsgruppen zurück, ebenso auf mediale Präsentationen on- und offline. Unsere Ziele sind Austausch und Vernetzung unserer Vereinsmitglieder, ebenso der Dialog mit bürgernahen Interessengruppen, etwa Fridays for Future oder Verbraucherschutzeinrichtungen. Bürgerdialoge für eine direkte Beteiligung am Dialog zur Energiezukunft runden das Maßnahmenspektrum ab.

Intelligente Messsysteme installieren – Smart Meter Rollout

Ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung von Smart Grids ist die Digitalisierung an den Netzendpunkten. Smart Meter, korrekt als intelligente Messsysteme bezeichnet, schaffen mehr Transparenz im Netz. Sowohl Wirtschaft als aus Privathaushalte kommen in den Genuss vieler Vorteile, unter anderem neue, flexible Stromtarife.

  • Wir wollen den weiteren Rollout kommunikativ begleiten, das Thema in Baden-Württemberg verankern und aktiv mitgestalten. Dazu stellen wir allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren aus Forschung, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft eine Plattform für den Austausch und die Koordination ihrer Aktivitäten zur Verfügung.
  • Überdies informieren wir gezielt über Chancen und Risiken neuer Technologien, welche die Energiezukunft prägen. Insbesondere wenden wir uns an Bürgerinnen und Bürger, Kleingewerbetreibende sowie andere Stakeholder, um Vorbehalten zu begegnen und Konflikten vorzubeugen. Auf unserer Agenda stehen dazu auch Bürger- und Stakeholder-Dialoge.
  • Zu einer weiteren wichtigen Aufgabe zählt unter anderem, Informationslücken im Energiemanagement kleinerer und mittlerer Unternehmen zu schließen und ihnen den Mehrwert der intelligenten Messsysteme zu verdeutlichen.
  • Über die geplanten Veranstaltungen zu Information und Austausch hinaus entwickeln wir vor allem für die Bürgerschaft niedrigschwellige Leitfäden. Damit erhalten diese anschauliche Informationen darüber, warum die Nutzung von Smart Metern lohnt oder wie man auch als Mieter die Energiewende proaktiv unterstützen kann.
  • Mediale Angebote wie Erklärvideos oder Podcasts runden alle kommunikativen Formate ab.

Energiewende zum Quadrat – smarte Quartiere und Sektorkopplung

Intelligente Wohnquartiere und ihre Entwicklung sowie Mechanismen zur Sektorkopplung für die sinnvolle Vernetzung aller Energieformen stehen ebenfalls auf unserer Agenda. In smarten Quartieren wird die Energiewende für die Menschen besonders wahrnehmbar. Eine zentrale Rolle spielt die Kopplung des besonders energieintensiven Wärmesektors.

  • SmartGridsBW informiert über die klimafreundliche Energieerzeugung und -nutzung. Der Verknüpfung von Elektrizitäts- mit Gas- und Wärmenetzen kommt dabei eine besondere Rolle zu.
  • Umso wichtiger ist bei der Vielzahl der Stadt- und Quartiersentwicklungsprojekte in Baden-Württemberg eine intelligente und vor allem energieoptimierte Planung. Hier helfen Vorzeigebeispiele dabei, Hindernisse wie komplexe Infrastrukturen, knappe Ressourcen oder rechtliche Einschränkungen zu überwinden.
  • Die landesweite Vernetzung von Akteuren sehen wir auch hier als wichtigen Schritt. Eine „Kompetenzstelle Smarte Quartiere“ ist ebenfalls im Aufbau.
  • Überdies bieten wir Land und Kommunen Unterstützung rund um das Thema Wärmeplan für Kommunen mit über 20.000 Einwohnern an. Einmal mehr profitieren wir hier von der kommunalen Arbeit im Rahmen des Projekts C/sells.
  • Ein weiteres Augenmerk gilt der Vernetzungsarbeit bei der Realisierung smarter Quartiere. Neben einem „Smarte Quartiere“-Gipfel mit hochkarätigen Vorträgen zu wichtigen Fragestellungen ergänzen Multimedia-Formate und Presseanzeigen die Kommunikationsmaßnahmen.

Verkehr der Zukunft – mit E-Mobilität

Die E-Mobilität gilt als zukunftsweisend und als Schlüssel der Energiewende mit Blick auf den Verkehr. E-Mobilität macht angesichts steigender Nutzung aber auch den steigenden Bedarf an Netzverstärkung und Netzausbau deutlich. Gleichzeitig gilt es, beim flächendeckenden Ausbau der (Schnell-)Ladesäuleninfrastruktur auch Flexibilitäten zu berücksichtigen und die Sektorkopplung im Blick zu behalten.

  • SmartGridsBW versteht sich vor diesem Hintergrund als Mittler zwischen den Akteuren sowie als Kommunikator hin zur breiten Öffentlichkeit.
  • Eine zentrale Rolle kommt dabei qualitativer Forschung zu. Wir bringen dazu Gruppeninterviews auf den Weg, um bislang wenig untersuchte Aspekte – etwa die sogenannte Ladepsychologie oder Anreizsysteme für Nutzerinnen und Nutzer – zu beleuchten. Die Ergebnisse kommen unseren Mitgliedern ebenso zugute wie themenbezogenen Arbeitsgruppen.
  • Beim Thema E-Mobilität im „Automobilbundesland“ Baden-Württemberg bringen sich überdies zahlreiche Mitglieder unseres Vereins mit fundierter Expertise ein. Beispielhaft steht der Strategiedialog Automobilwirtschaft Baden-Württemberg, wo sich neben der Geschäftsführung des Vereins auch mehrere Vorstände persönlich engagieren.
  • Dadurch ist unsere Plattform in der Lage, neue Fragestellungen zur Integration der E-Mobilität in die bestehende Energie- bzw. Strominfrastruktur frühzeitig aufzugreifen und zu beantworten. Bei der Ausschreibung „Intelligente Netzanbindung von Parkhäusern und Tiefgaragen“ (kurz: „INPUT“) etwa konnten wir Projektkonsortien initiieren und bei der Antragstellung kompetent unterstützen.

Erklärtes Ziel: Ausbau intelligenter Energie- und Stromnetze

Nicht zuletzt hat sich SmartGridsBW zum obersten, in unserer Vereinssatzung verankerten Ziel gesetzt, intelligente Energie- und Stromnetze weiter auszubauen. In diesem Sinne ist dieser Arbeitsschwerpunkt Querschnittsthema. Zugleich steht er im besonderen Fokus. Die daraus resultierenden Aktivitäten bilden eine übergeordnete Klammer. Unsere wichtigsten Aufgaben sehen wir in der Vernetzung der Akteure sowie in der wissenschaftlichen Begleitung zur Ertüchtigung der Netze.

Neben den bisher genannten Herausforderungen widmen wir uns weiteren netzspezifischen Themen:

  • Baden-Württemberg wird in Zukunft voraussichtlich zu einem noch stärkeren Importeur von Strom. Damit verbunden sind technische, organisatorische und wirtschaftliche Herausforderungen bei der Übertragung großer Energiemengen. Mit fortschreitender Energiewende wollen wir mediale Konfliktthemen wie „Infrastrukturausbau“ oder „Blackout“ im Rahmen bekannter Formate wie den Smart-Grids-Gesprächen aufgreifen und sachlich bewerten. Dabei geht es neben technischen Aspekten unter anderem auch um die Kommunikation notwendiger Maßnahmen und Szenarien.
  • Eine Vielzahl konkreter Vorschläge und Handlungsempfehlungen für Smart-Grids-Lösungen enthält die 2013 entwickelte Smart-Grids-Roadmap. Diese wurde im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg entwickelt. SmartGridsBW regt mit Blick auf die hohe Dynamik des Themas und auf neueste Entwicklungen eine grundlegende Aktualisierung der Roadmap an. Hierbei möchten wir uns organisatorisch und inhaltlich einbringen. Dabei lässt sich auch unser großes Netzwerk mit bundesweiten Partnerinnen und Partnern einbinden.