Smarte Quartiere: Forschungsvorhaben Smart East am 1.1.2021 gestartet

Umsetzung innovativer Geschäftsmodelle zur smarten Energieversorgung im gemischten Quartier Karlsruhe-Oststadt.

Veröffentlicht: 21. Januar 2021 | Kategorie: Allgemein, Projekte

In dem Projektvorhaben Smart East wird in der Karlsruher Oststadt ein gemischtes Gewerbegebiet mit bestehender Bausubstanz in ein energieoptimiertes smartes Quartier transformiert. Das Projekt wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert.

Durch die Digitalisierung der Energieversorgung in den direkt aneinander angrenzenden Wohn-, Büro- und Produktionsgebäuden sowie durch die sektorgekoppelte Vernetzung der lokalen Energiesysteme in ein integriertes Optimierungs- und Betriebsmodell, welches wiederum digital mit den städtischen Netzinfrastrukturen verknüpft ist, sollen die dadurch entstehenden Potenziale für eine erneuerbare klimaneutrale Energieversorgung in der Praxis evaluiert und wirtschaftlich bewertet werden. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf den mehrwertbringenden Einsatz der gesetzlich initiierten Kommunikationsinfrastruktur „intelligenter Messsysteme“ gelegt.

Neben der digitalen Vernetzung und Optimierung adressiert Smart East insbesondere die Entwicklung von Geschäftsmodellen zur energetischen Kooperation lokaler Akteure in gemischten Wohn- und Gewerbequartieren sowie für Stadtwerke als deren Dienstleister. Im Vordergrund steht die Umsetzbarkeit und die Profitabilität der Geschäftsmodelle in der Praxis. Zukunftsträchtige Geschäftsfelder von Energiequartieren, Energiegemeinschaften bzw. Stadtwerken sollen so praxisnah identifiziert werden. Da alle betroffenen Stakeholder im Quartier im Projekt beteiligt sind (Mieter, Energieversorger, Immobilienbetreiber und -besitzer) besteht im Projekt Smart East die einzigartige Möglichkeit, solche Geschäftsmodelle in der Realität zu erproben.

Von Anfang an werden potentielle Anwender (Kommunen, Wohnungswirtschaft, Immobilienentwickler, Gewerbeparkbetreiber, öffentliche Liegenschaftsbetreiber) das Projekt in einem Anwenderkreis begleiten. Dort lernen sie die Projektergebnisse kennen, können ihre Anforderungen und Verbesserungsvorschläge einbringen und bereits erste Erkenntnisse nutzen. Die Anwenderkreistreffen werden zusammen mit der neu geschaffenen und sich im Aufbau befindlichen Kompetenzstelle „Smarte Quartiere“ der Smart Grids-Plattform BW organisiert.

Das Vorhaben Smart East ist als Leuchtturmprojekt Teil der Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK), mit der die TRK eine Modellregion für Energiewende und Klimaschutz und ein Vorbild für nachhaltiges Wirtschaften bei der Gestaltung von Energiesystemen wird. Der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe und Aufsichtsratsvorsitzender der Technologieregion Karlsruhe GmbH Dr. Frank Mentrup hat sich bereit erklärt, das Projekt Smart East als Schirmherr zu begleiten.

Die folgende Abbildung zeigt die Liegenschaften in der Karlsruher Oststadt, die im Rahmen des Projektes über neu entwickelte Geschäftsmodelle zu einem energetisch optimierten Quartiersverbund vernetzt werden. Diese umfassen Wohn- und Bürogebäude, Labore, ein Mehr­generationen­haus, zwei Startup-Zentren und den neuen Smart Production Park iWerkx:

  1. FZI House of Living Labs
  2. Technologiefabrik Karlsruhe
  3. Cyberforum Hightech-Unternehmer-Netzwerk
  4. Mehrgenerationenhaus Hoepfner-Areal
  5. Smart Production Park iWerkx
  6. Hoepfner-Villa
Map Data: Google Forschungsvorhaben Smart East

Verbundpartner:

Assoziierte Partner:

  • Technologiefabrik Karlsruhe GmbH
  • Cyberforum e.V.
  • Badische Energie-Servicegesellschaft mbH
  • Hoepfner Bräu Friedrich Hoepfner Verwaltungsgesellschaft mbH & Co KG
  • TechnologieRegion Karlsruhe GmbH
  • Smart Grids-Plattform Baden- Württemberg e.V.

Kontakt:

Manuel Lösch, FZI Forschungszentrum Informatik: loesch@fzi.de

Christoph Schlenzig, Seven2one: christoph.schlenzig@seven2one.de