Glossar

Glossar des SmartGrids Plattform e. V.

A

Akzeptanz

Für eine erfolgreiche Umstellung der Energieversorgung auf Erneuerbare Energie sind neben deren technischen Entwicklung und Wirtschaftlichkeit auch ihre gesellschaftliche Akzeptanz von zentraler Bedeutung. Für die Akzeptanz der Erneuerbaren Energien gehören auch die Errichtung und der Betrieb von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energie, die mit der Energiewende verbunden Kosten, die Akzeptanz für Energiespeicher sowie der Aus- oder Umbau der Stromnetze, die für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energie erforderlich sind.

 

nach oben

B

Batteriespeicher

Speichert tagsüber Strom aus den eigenen Photovoltaik-Modulen auf dem Dach, der abends genutzt werden kann. Überschüssiger PV-Strom lässt sich im Batteriespeicher zusätzlich mittels Heizpatrone in Wärme umwandeln.

nach oben

Besondere Ausgleichsregelung

Die Besondere Ausgleichsregelung soll verhindern, dass energieintensive Unternehmen, die im internationalen oder intermodalen Wettbewerb stehen, und Schienenbahnen durch die EEG-Umlage in ihrer Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt werden.

nach oben

Bioenergie

Bioenergie bezeichnet Wärme, Strom und Kraftstoffe, die aus Biomasse gewonnen werden. Als Biomasse werden Stoffe organischer Herkunft, also pflanzliche oder tierische Produkte, bezeichnet.

nach oben

Bioenergiedörfer

Bioenergiedörfer sind Gemeinden, Städte, Orts- oder Stadtteile, die ihre Wärme- und Stromversorgung überwiegend durch den Einsatz von Bioenergie decken.

nach oben

Biogas

Biogas steht für alle Gase, die durch Vergärung aus Biomasse entstehen und die energetisch verwertbar sind.

nach oben

Biomasse

Alle Stoffe organischer Herkunft, die durch Pflanzen und Tiere anfallen oder erzeugt werden, werden als Biomasse bezeichnet. Sie umfasst alle in der Natur lebenden und gestorbenen Pflanzen und Tiere, sowie deren Rückstände und Nebenprodukte.

nach oben

Blackout

Blackout, auch Stromausfall genannt, beschreibt eine zeitweilige Unterbrechung der Versorgung mit elektrischer Energie. Der Blackout kann sich von wenigen Sekunden bis mehrere Wochen (Extremfall) erstrecken. Länger andauernde Blackouts können für Haushalte, Industrieunternehmen, Bürobetreibe, Transportunternehmen und für die gesamte Industriegesellschaft einschneidende Folgen haben. Besonders kritisch sind langfristige Ausfälle, die ganze Regionen betreffen. Deswegen wird auf eine hohe Versorgungssicherheit ein hoher Wert gelegt. Um mögliche Folgen eines Stromausfalls abzufangen, können Anlagen zur Notstromversorgung verwendet werden. Ereignet sich in einem Kraftwerk ein Stromausfall, spricht man auch von einem Schwarzfall.

nach oben

Blockchain

Ermöglicht als dezentrale Datenbank direkte verschlüsselte Transaktionen zwischen zwei Parteien. Blockchains werden hauptsächlich im Zahlungsverkehr eingesetzt, etwa zwischen Energieerzeugern und -verbrauchern. Dabei werden die Daten verschlüsselt und in der darauffolgenden Transaktion gespeichert, um die Transaktion vor Manipulationen zu schützen. Das bedeutet, dass die Daten über Zahlungssender,- empfänger und -höhe nicht auf beiden Rechnern von Käufer und Verkäufer gespeichert werden. Dabei soll das Blockchain für mehr Flexibilität im Stromnetz sorgen.

nach oben

Blockheizkraftwerk

Blockheizkraftwerke (BHK) sind Heizungsanlagen, die gleichzeitig Wärme und Strom erzeugen (Kraft-Wärme-Kopplung). Die Abwärme ihrer Verbrennungsmotoren nutzen sie direkt, um beispielsweise Gebäude zu heizen.

nach oben

Brennwerttechnik

Wird neben der Wärmeenergie, die durch Verbrennung entsteht, auch die Kondensationswärme genutzt (siehe Brennwert), spricht man von Brennwerttechnik. Die Kondensationswärme entsteht bei der Verbrennung durch den Wasserdampf, der in Abgasen enthalten ist.

nach oben

Bruttostromerzeugung

Bruttostromerzeugung bezeichnet die gesamte in Kraftwerken erzeugte elektrische Energie. Sie hat den Zusatz „brutto“, weil sie auch den Eigenverbrauch der Anlagen und die Leistungsverluste auf dem Weg miteinschließt.

nach oben

Bürgerdividende

Bürgerdividende: Vom Ausbau der Stromnetze betroffene Bürgerinnen und Bürger können sich teilweise finanziell am Leitungsbau auf der gesamten Übertragungsnetzebene beteiligen. Mit projektbezogenen Finanzierungen soll die Akzeptanz für den Netzausbau gestärkt werden.

nach oben

Bürgerenergie

Bürgerenergie ist durch eine Investition in Erneuerbare-Energie-Anlagen durch Bürger*innen regional und überregional charakterisiert. Dabei ist das Ziel der Bürger*innen, die Kontrolle und Gestaltung der Energieversorgung. Diese Form der Beteiligung ist ein wichtiger Baustein für die Akzeptanz und für die Dynamik der Energiewende. Aktuell befindet sie die hälfte der Stromerzeugungskapazitäten aus erneuerbarer Energie in den Händen von Einzelpersonen, Landwirten, Genossenschaften und Gesellschaften.

nach oben

Bürgersolaranlage / Bürgerwindpark

Als Bürgersolaranlage oder Bürgerwindpark bezeichnet man von Privatpersonen gemeinschaftlich gebaute und betriebene Photovoltaik- oder Windanlagen, in der die einzelnen Personen Beiträge investieren – meistens in Form einer Energiegenossenschaft.

nach oben

C

CCS

Bei der Technologie Carbon Capture and Storage (CCS) geht es um das Auffangen (Capture) und Speichern (Storage) von Kohlenstoff (Carbon), genauer: Kohlendioxid, im Erd- oder Meeresboden. Ziel der unterirdischen Speicherung von CO2 ist die Verringerung von CO2-Emissionen in die Atmosphäre.

nach oben

Clusteranbindung

Werden mehrere Offshore-Windparks an eine Anschlussleitung mit hoher Transportkapazität angeschlossen, spricht man von einer Clusteranbindung. Damit muss nicht jeder Windpark separat ans Netz angeschlossen werden.

nach oben

CO2

Kohlendioxid (CO2), auch Kohlenstoffdioxid, ist ein Gas, das aus Kohlenstoff und Sauerstoff besteht. Es ist ein Treibhausgas und natürlicher Bestandteil der Luft. Der eigentlich geringe Gehalt ist jedoch im vergangenen Jahrhundert stark angestiegen.

nach oben

CO2 Fußabdruck

Der CO2-Fußabdruck misst den Gesamtbetrag der CO2-Emissionen, den eine bestimmte Quelle ausstößt. Er lässt sich beispielsweise für Personen, Länder oder Unternehmen berechnen.

nach oben

D

Day-Ahead-Handel

Beim Day-ahead-Handel am Spotmarkt der Strombörse wird Strom bis zu einen Tag vor dem Liefertermin gehandelt. Noch kurzfristiger orientiert ist der Intraday-Handel. Verträge mit längeren Lieferfristen werden auf dem Terminmarkt gehandelt.

nach oben

Dekarbonisierung

Dekarbonisierung ist die Abkehr der Energiewirtschaft von der Nutzung kohlestoffhaltiger Energieträger wir Erdöl, Erdgas, Braun- und Schwarzkohle, um die Klimagefahren zu reduzieren, da bei ihrer Verbrennung Kohlendioxid (CO2) entsteht. Damit geht auch eine Umstellung von Gesellschafts- und Wirtschaftssystemen miteinher.

nach oben

Demand Side Management

Unser Stromversorgungssystem ist immer stärker auf erneuerbare Energien ausgerichtet. Nicht immer ist Wind- oder Sonnenstrom verfügbar. Das macht es nötig, die Nachfrage – anders als bisher – dem Angebot anzupassen. Ein solches Lastmanagement wird auch als Demand Side Management, kurz DSM, bezeichnet. Indem die Nachfrage und damit die Last sich dem Angebot anpasst, lässt sich zugleich der Bedarf an fossilen Kraftwerken und Speicherkapazitäten reduzieren. Voraussetzung ist allerdings, dass Verbraucherinnen und Verbraucher immer über die vorhandenen Kapazitäten informiert sind und über entsprechende Tarife und Preissignale Anreize bekommen, ihre Stromnachfrage den Gegebenheiten anzupassen. Außerdem sollten sich Haushaltsgeräte wie Wasch- oder Spülmaschinen entsprechend steuern oder programmieren lassen. Vor dem Hintergrund eines wachsenden Anteils fluktuierend eingespeister erneuerbarer Energie wird dem DSM eine steigende Bedeutung zukommen, auch als kommerzielle Energiedienstleistung.

nach oben

Dezentrale, Intelligente Steuerung

Ermöglicht im intelligenten Stromnetz („Smart Grid“) das effiziente Zusammenspiel von Energieangebot und Energienachfrage. Erst so lässt sich dezentrale Energieerzeugung sinnvoll integrieren.

nach oben

Digitalisierung der Energiewende

Dezentrale Marktakteure und Infrastrukturen lassen sich mithilfe der Digitalisierung intelligent und automatisiert verknüpfen. Im speziellen geht es hierbei um die Verknüpfung entlang von Energieerzeugung,- Speicherung und verbrauch sowie den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr. Auf Basis von Systemdaten entstehen so neue Angebote und Geschäftsmodelle.

nach oben

E

Einspeisevergütung

Eine staatlich festgelegte Vergütung von Strom. Fixierte Vergütungssätze garantierten Investitionssicherheit für Marktaktuere.

nach oben

Elektrizität

Als Elektrizität werden alle Erscheinungen bezeichnet, die von ruhenden und bewegten elektrischen Ladungen ausgehen.

nach oben

Elektromobilität

Elektromobilität umfasst alle Fahrzeuge, die mit elektrischem Strom betrieben werden. Dazu gehören, elektrisch angetriebene Fahrzeuge im Schienenverkehr aber auch Elektrofahrräder. Überwiegend wird Elektromobilität mit Elektroautos in Zusammenhang gebracht. Für die breite Einführung der Elektroautos in den Massenmarkt gelten die noch nicht ausreichend leistungsfähigen Akkus, Brennstoffzellen, hohe Preise und fehlende Ladeinfrastrukturen als Hindernisse. Werden aber die Elektrofahrzeuge mir erneuerbar erzeugtem Strom oder Wasserstoff geladen, können sie die klimarelevanten Emissionen des Straßenverkehrs senken. Werden sie zudem in Smart Grids eingebunden, können sie als „mobile Speicher“ mit Akkumulatoren eine wichtige Rolle spielen.

nach oben

Emissionen

Emissionen bezeichnet den Ausstoß bestimmter (schädlicher) Stoffe, die im gasförmigen, flüssigen oder festen Zustand in die Atmosphäre, Umwelt bzw. Umgebung abgegeben werden. Darunter fallen umweltschädliche Gase wie Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Stickoxid, diverse unverbrannte Kohlenwasserstoffe sowie Kohlendioxid. Darüber hinaus erfolgen schädliche Emissionen in flüssiger Form durch Kohlekraftwerke, oder radioaktive Substanzen.

nach oben

Emissionshandel

Unter Emissionshandel versteht man den Handel von Rechten, die es beispielsweise Unternehmen erlauben, eine bestimmte Menge an CO2 auszustoßen. Je weniger Emissionen, desto wirtschaftlicher für ein Unternehmen.

nach oben

Emissionszertifikate

Emissionszertifikate erlauben es Unternehmen, eine bestimmte Menge an CO2 auszustoßen. Diese Zertifikate können gekauft und verkauft werden.

nach oben

Endenergie

Die Energiemenge, die den Verbraucher in Form von Brennstoffen, Treibstoffen oder elektrischer Energie erreicht, nennt man Endenergie.

nach oben

Energie

Energie ist die Fähigkeit, Arbeit zu verrichten. Sie wird nicht erzeugt, sondern lediglich umgewandelt und als elektrische Energie, Wärme oder als Licht nutzbar. Die Maßeinheit für Energie ist Joule.

nach oben

Energie sparen

Wer Energie spart, senkt seinen Verbrauch. Dies geschieht einerseits dadurch, dass Strom und Wärme nur noch da verbraucht werden, wo sie wirklich benötigt werden. Andererseits durch die Steigerung der Energieeffizienz.

nach oben

Energieeffizienz

Die Energieeffizienz beschreibt, wie hoch der Energieaufwand ist, um einen bestimmten Nutzen zu erzielen. Je geringer der Energieverlust, desto höher ist die Energieeffizienz.

nach oben

Energieeffizienzklassen

Energieeffizienzklassen sind Teil einer Bewertungsskala. Sie zeigen, wie hoch der Energiebedarf eines Gerätes für einen bestimmten Nutzen ist. Elektrogeräte beispielsweise werden auf einer Skala von A+++ (sehr effizient) bis G (nicht effizient) bewertet.

nach oben

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) regelt den energiesparenden Wärmeschutz und die energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden. Durch bauliche Anforderungen werden Energiebedarf- und verbrauch eines Gebäudes geregelt.

nach oben

Energiegenossenschaft

Verschiedene Akteure können sich zur Rechtsform Genossenschaft zusammenschließen, um gemeinsam Energie zu gewinnen, beispielsweise aus Windkraft, Biomasse oder Kraft-Wärme-Kopplung. Meist verfolgen sie das Ziel einer dezentralen Energiegewinnung.

nach oben

Energieinfrastruktur

Die Energieinfrastruktur ist das System, das uns mit Energie versorgt. Sie umfasst Erzeugung, Transport und Speicherung von Energie.

nach oben

Energiemanagement

Unternehmen und Verbraucher identifizieren und heben mithilfe eines systematischen Energiemanagements Einsparpotenziale. Dabei werden vorab Energieströme im Betrieb sowie zugehörige Energieträger identifiziert und analysiert. Auf dieser Grundlage erarbeiten die Verantwortlichen Verbesserungsvorschläge, prüfen diese auf Wirtschaftlichkeit und setzen sie um. Auf diese Weise hilft das Energiemanagement auch bei der Entscheidung für Investitionen in die Energieeffizienz. Um dort auch langfristig eine Verbesserung zu erreichen, kann in Unternehmen eine organisationsweite Energiepolitik festgelegt werden. Weitere Schritte oder Maßnahmen sind gesteckte Energieziele, Aktionspläne sowie die Messung der Zielerreichung bzw. der Verbesserungen anhand von Leistungskennzahlen. Überdies beeinflusst das Energiemanagement auch organisatorische und technische Abläufe im Betrieb. Zum Beispiel gilt es, Zuständigkeiten für energierelevante Prozesse oder Kommunikationsabläufe festzulegen, aber auch die notwendigen Kompetenzen des Personals sicherzustellen.

 

nach oben

Energiemix

Der Energiemix, auch Strommix genannt, wird als die Kombination verschiedener Energiequellen verstanden, die die Energieversorgung einer Region abdecken. In Deutschland besteht der Energiemix aus erneuerbarer Energie, fossiler Energie und Kernkraft. Aktuell basiert die Stromversorgung zum großen Teil auf fossilen Energieträgern.

nach oben

Energiespeicher

Wenn Energie nach ihrer Erzeugung nicht direkt verbraucht wird, kann sie durch chemische, thermische, elektrische oder mechanische Prozesse gespeichert werden. Dabei wird sie in eine andere Energieform umgewandelt.

nach oben

Energiewende

Als Energiewende wird der Übergang von der nicht-nachhaltigen Nutzung von fossilen Energieträgern sowie der Kernenergie zu einer nachhaltigen Energieversorgung mittels erneuerbaren Energien bezeichnet.

nach oben

Energy-only-Markt

Ein Energiemarkt, bei dem primär ausschließlich tatsächliche Energielieferungen vergütet werden, nicht die reine Bereitstellung von Leistung, heißt Energy-only-Markt.

nach oben

Engpassmanagement

Engpassmanagement sind alle Maßnahmen, die ein Netzbetreiber einsetzen kann, um Leitungsüberlastungen durch Netzengpässe in seinem Netz oder an Kuppelstellen zu benachbarten Netzen zu beheben oder diese zu vermeiden. Kann die Entstehung eins Engpasses nicht mit netzbezogenen oder marktbezogenen Maßnahmen (Countertrading, Redispatch) verhindert werden müssen die Betreiber von ÜNB die verfügbaren Leitungskapazitäten nach marktorientierten und transparenten Verfahren diskriminierungsfrei bewirtschaften.

nach oben

Erneuerbare Energien

Als erneuerbare (regenerative) Energien werden Energieformen bezeichnet, die praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen. Zum Beispiel Sonnen-, Wind-, Wasser-, Bioenergie oder Geothermie.

nach oben

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen und wirkt so als Treiber für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland. Es ersetzt seit dem Jahr 2000 das Stromeinspeisegesetz.

nach oben

Erneuerbare-Energien-Gesetz-Umlage (EEG-Umlage)

Die Erneuerbare-Energien-Gesetz-Umlage (EEG-Umlage) sorgt auf Grundlage des EEG dafür, dass die Kosten, die durch Förderung und Ausbau der erneuerbaren Energien anfallen, von Stromendverbrauchern getragen werden.

nach oben

Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG)

Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) des Landes Baden-Württemberg trägt dazu bei, dass der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung erhöht wird, um in der Folge den CO2-Ausstoß zu senken.

nach oben

F

Fermentierung

Fermentierung nennt man im Bereich der Energieerzeugung die sauerstofflose Gärung von Biomasse zur Herstellung von Biogas. In dem mehrwöchigen Gärungsprozess wird Biomasse von Bakterien und Mikroorganismen zersetzt.

nach oben

Fernwärme

Es wird dann von Fernwärme gesprochen, wenn Gebäuden über ein Leitungssystems mit Wärme versorgt werden. Die Fernwärme kommt dann zum Einsatz, wenn Gebäude und Industriebetriebe über keine Anlage verfügen, die sie mit Wärme für Heizung und Warmwasser versorgt. Der Transport der Wärme erfolgt mittels heißem Wasser, welches über ein unterirdisches Rohrleitungssystem zu den Verbrauchern geleitet wird. Da die gelieferte Wärme meist für Heizzwecke verwendet wird, spricht man auch von Fernheizung.

nach oben

Flexibilität(en)

Bis 2050 sollen erneuerbare Energiequellen fossile Energieträger vollständig ersetzen. Dieses Ziel hat aktuell Konsequenzen für das gesamte Energiesystem. Da die Bereitstellung von Energie aus Wind-, Sonnen- und Wasserkraft fluktuiert, also je nach Tages- und Wetterlage schwankt, sind flexible Maßnahmen notwendig, um den Strombedarf aller Verbraucherinnen und Verbraucher jederzeit decken zu können. Dazu gehört nach Bedarf die Zuschaltung anderer, weniger schädlicher Kraftwerke, etwa im Erdgasbetrieb. Auch die variable Be- und Entladung von Speichern hilft bei der Stabilisierung des Stromnetzes. Eine weitere Maßnahme ist bei Bedarf ein kluges Lastmanagement – etwa die Verschiebung einer bestimmten Stromnachfrage. Zudem gibt es noch eine Reihe weiterer Flexibilitätsoptionen, um die temporären Lücken in der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen aufzufangen bzw. zu schließen. Unter anderem forscht das Team des Öko-Instituts hierzu.

 

nach oben

Flexibilitätsprämie

Betreiber von Biogasanlagen und Biomethananlagen erhalten eine im EEG definierte „Flexibilitätsprämie“ mit dem Ziel, dass die bedarfsorientierte Stromproduktion aus Biomasse erhöht wird.

nach oben

Fossile Brennstoffe

Fossile Brennstoffe wie Braunkohle, Steinkohle, Erdöl und Erdgas sind nicht unendlich verfügbar. Sie bestehen hauptsächlich aus Kohlenstoff/Kohlenwasserstoffen, die bei der Verbrennung in Kohlendioxid umgewandelt werden.

nach oben

Fracking

„Fracking“ ist die Abkürzung für den englischen Begriff „hydraulic fracturing“. Dabei werden durch Druck Risse in unterirdischen Gesteinsschichten erzeugt um Gase oder Flüssigkeiten leichter und beständiger zu gewinnen.

nach oben

G

Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk

In einem Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk (GuD-Kraftwerk) werden die Prinzipien eines Gasturbinenkraftwerks und eines Dampfkraftwerks in einem mehrstufigen Kraftwerksprozess genutzt.

nach oben

Geothermie

Geothermie, auch Erdwärme genannt, ist die in der Erdkruste gespeicherte Wärmeenergie. Je weiter man in die Erdkruste vordringt, desto wärmer wird es. Diese Wärmeenergie kann unendlich zur Energiegewinnung genutzt werden

nach oben

Gleichstrom

Im Gegensatz zum Wechselstrom ändert sich die Fließrichtung des Gleichstroms nicht. Er wird beispielsweise von Batterien und Photovoltaik-Anlagen erzeugt und muss zunächst in Wechselstrom umgewandelt werden.

nach oben

Graue Energie

Jedes Konsumgut, ob genutzt oder nicht-genutzt, verbraucht Energie für seine Herstellung und den Transport zum Endverbraucher. Da die Energie, die bei der Herstellung und Bereitstellung der Konsumgüter verbraucht wird für die Konsumenten nicht erkennbar ist, wird sie als „graue Energie“ bezeichnet. Werden die Konsumgüter aus der Verbrennung von Kohle, Gas und Öl hergestellt, kann mittels der grauen Energie festgestellt werden, die viel CO2 der Konsum verursacht. Der Verbrauch dieser sogenannten grauen Energie lässt sich durch den Kauf langlebiger oder regionaler Produkte senken.

nach oben

Grundlast

Die Grundlast ist der Grundbedarf an Strom, der während eines Tages zu jeder Zeit benötigt wird. Die Nachfrage nach Energie ist also die ganze Zeit über mindestens so hoch wie die Grundlast.

nach oben

H

Hackschnitzel

Holzhackschnitzel sind ein regenerativer Brennstoff. Das zerkleinerte Holz wird als Biomasse in Hackschnitzelheizwerken und Hackschnitzelheizkraftwerken verwendet und dient so zur Strom- und Wärmeerzeugung.

nach oben

Heizkraftwerke

Heizkraftwerke sind Anlagen, die mithilfe einer Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme erzeugen: Die Abwärme der Stromerzeugung wird in ein Fernwärmenetz eingespeist.

nach oben

Hochspannungsgleichstromübertragung

Wird Strom über weite Strecken transportiert, geschieht dies mit einer gleichbleibenden Hochspannung von etwa 400 Kilovolt, der so genannten Hochspannungsgleichstromübertragung.

nach oben

Höchstspannungsnetz

Das Höchstspannungsnetz besteht aus Stromleitungen, die elektrische Energie über große Distanzen übertragen können. Die Spannungen liegen bei bis zu 1.000.000 Volt.

nach oben

Holzpellets

Pellets aus naturbelassenem, zusammengepresstem Holz und Säge-Nebenprodukten werden als erneuerbarer Brennstoff verwendet.

nach oben

Hybridantrieb

Von einem Hybridantrieb wird dann gesprochen, wenn das Antriebssystem eines Fahrzeugs mit unterschiedlichen Energieträgern arbeiten kann. Hierbei werden oft zwei Arten von Energiewandlern und zwei Arten von Energiespeichern im Fahrzeug gefordert. In der Regel handelt es sich dabei um ein System mit Kombination aus Verbrennungsmotor und Elektromotor. Es kann aber auch dann die Rede von einem Hybridantrieb sein, wenn dieser lediglich ein Verbrennungsmotor hat, der mit zwei unterschiedlichen Kraftstoffen betrieben werden kann. Ein Hybridantrieb kann auch als ein bivariates System betrachtet werden.

nach oben

I

IEA

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine Kooperationsplattform im Bereich der Forschung, Entwicklung, Markteinführung und Anwendung von Energietechnologien, die im Zuge der Ölkrise gegründet wurde.

nach oben

IEKK

Das „Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept Baden-Württemberg“ (IEKK) konkretisiert die im Klimaschutzgesetz des Landes Baden-Württemberg festgelegten Klimaschutzziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zur Energieeinsparung.

nach oben

IKI

IKI ist die „Internationale Klimaschutzinitiative“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Seit 2008 finanziert sie Projekte zum Schutz vom Klima und biologischer Vielfalt.

nach oben

Intelligentes Stromnetz

Das intelligente Stromnetz („Smart Grid“) ist ein Zukunftskonzept, bei dem die verschiedenen Akteure des Energiesystems – Stromerzeuger, Speicher, Netze, Verbraucher – kommunikativ miteinander verbunden sind.

nach oben

Internationale Organisation für Erneuerbare Energien

Die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) hat als internationale Regierungsorganisation die Aufgabe, Industrie- und Entwicklungsländer beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu unterstützen.

nach oben

Intraday-Handel

Beim Intraday-Handel am Spotmarkt der Strombörse wird 24-stündig Strom mit Lieferung am selben oder folgenden Tag vermarktet. So können Überschüsse und Engpässe ausgeglichen werden.

nach oben

Intsallierte Leistung

Installierte Leistung, auch Erzeugungskapazität, heißt nicht gleich die Leistung, die abgerufen wird, sondern bedeutete die maximal verfügbare elektrische Leistung. Dabei bezieht sich die installierte Leistung auf die installierten Generatoren in Kraftwerken oder Kraftwerkparks. Diese wird in Megawatt (MW) oder Gigawatt (GW) angegeben. Ein gleichbedeutender Begriff ist die „Brutto-Erzeugungskapazität“.

nach oben

J

Joule

Joule ist die Einheit, in der Energie gemessen wird. Ein Joule ist die Menge an Energie, mit der man ein Watt Leistung eine Sekunde lang aufrechterhalten kann.

nach oben

K

Kapazitätsmarkt

Unter einem Kapazitätsmarkt wird ein Markt verstanden, bei dem nicht nur die verbrauchte Strommenge vergütet wird, sondern auch die Bereithaltung von Stromerzeugungskapazitäten.

nach oben

Kernenergie

Als Kernenergie wird die Wärme bezeichnet, die beim Spalten von Atomkernen entsteht. Sie wird in Kernkraftwerken an Wasser abgegeben, wodurch Wasserdampf entsteht, der Turbinen antreibt und so in elektrischen Strom umgewandelt werden kann.

nach oben

Kilowatt

Kilowatt ist eine Maßeinheit für elektrische Leistung. Ein Kilowatt entspricht 1.000 Watt.

nach oben

Kilowattstunde

Die Maßeinheit Kilowattstunde gibt an, welche Energiemenge für eine Leistung von einem Kilowatt während einer Stunde benötigt wird.

nach oben

Klimaneutral

Hat eine Technologie oder eine Methode keinen Einfluss auf die globale Klimaerwärmung, also auf die Klimagefahr, wird sie als klimaneutral bezeichnet. Dies bedeutet, dass netto kein CO2 oder andere Treibhausgase (Methan, Lachgas) freigesetzt werden. Das Konzept der Klimaneutralität lässt die Emission von Treibhausgasen zu, wenn dafür an anderer Stelle Treibhausgase in gleicher Höhe unschädlich gemacht werden. Letzteres wird auch negative Emissionen genannt.

nach oben

Klimaschutz

Der Begriff Klimaschutz bezeichnet Maßnahmen, die der Erwärmung des globalen Klimas entgegenwirken. Ein Beispiel dafür ist die Reduzierung von Treibhausgasen.

nach oben

Klimaschutzgesetz

Das Klimaschutzgesetz ist ein Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes in Baden-Württemberg. Dessen Ziel ist es, dem weltweiten Anstieg der Durchschnittstemperatur entgegenzuwirken.

nach oben

Klimawandel

Jede Änderung des Klimas über Jahrzehnte hinweg wird als Klimawandel bezeichnet. Das Verbrennen fossiler Brennstoffe verursacht einen starken Anstieg der CO2-Konzentrationen und anderer Treibhausgase in der Atmosphäre.

nach oben

Kohlekraftwerk

In Kohlekraftwerken werden Braun- oder Steinkohle verbrannt. Dadurch entsteht Wärme, die Wasser in Wasserdampf umwandelt und eine Turbine zur Stromerzeugung antreibt.

nach oben

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist ein Verfahren, bei dem sowohl elektrischer Strom als auch nutzbare Wärme gewonnen werden. Der Nutzungsgrad von Kraft-Wärme-Kopplung beträgt bis zu 90 Prozent.

nach oben

Kyoto-Protokoll

Im Kyoto-Protokoll verpflichteten sich Industrieländer im Zeitraum von 2008 bis 2012 die eigenen Treibhausgasemissionen um mind. 5 Prozent zu senken. Ziel des Protokolls war es, der globalen Erwärmung entgegenzusteuern.

nach oben

L

Lade(säulen)infrastruktur

Die Lade(säulen)infrastruktur soll ein benutzerfreundliches System, oft im Zusammenhang mit Elektromobilität, bereitstellen. Sie definiert sich nicht nur durch die Anzahl und Verteilung von Ladesäulen. Auch ein ungehinderter Zugang, eine kurze Ladedauer und ein einheitliches Bezahlsystem gehören dazu.

nach oben

Lademanagement

Beim Lademanagement wird die Ladeleistung pro Ladepunkt geregelt. Das ist vor allem in der Elektromobilität von Nutzen. Ladestationen stellen hier bis zu 22 kW (bei Schnellladestationen über 50 kW) pro Ladepunkt schnell und kurzfristig zur Verfügung. Diese hohe Lastabfrage könnte zu Überlastungen führen und zum Beispiel für Unternehmen als Betreiber der Ladestationen hohe Kosten verursachen. Ein intelligentes Lademanagement schafft Abhilfe: Indem, etwa in einem Ladepark Ladestationen miteinander vernetzt werden, lassen sich Kosten verringern. Ganz konkret werden Fahrzeuge in einem bestimmten Zeitfenster mit dem nötigen Strom versorgt, um eine Überlastung zu vermeiden. Dabei wird weder die vorhandene Anschlussleistung überschritten, noch erhöht sich der Leistungspreis auf der Stromrechnung. Beim sogenannten statischen Lademanagement wird beispielsweise eine bestimmte Ladeleistung für alle Ladestationen reserviert. Diese wird gleichmäßig auf die angeschlossenen Elektroautos aufgeteilt. Dabei werden allerdings weder der restliche Strombedarf im Unternehmen noch die unterschiedlichen Ladeleistungen der angeschlossenen Elektrofahrzeuge berücksichtigt. Vgl. auch Lastmanagement.

nach oben

Ladesäule

Eine Ladesäule versorgt die Batterie eines E-Fahrzeugs mit Energie, welche aus einem oder mehreren Ladepunkten besteht. Bis zu 22 Kilowatt (Normalladung) oder mindestens 50 Kilowatt (Schnellladung) kann durch die Ladesäulen aufgewiesen werden. Es gibt Ladesäulen, die mit Wechselstrom arbeiten, oder die Gleichstrom zur Verfügung stellen. Ein Normalladepunkt gibt lediglich Wechselstrom ab. Für die Umwandlung in Gleichstrom und das Aufladen der Elektroauto-Batterie ist das One-Board-Ladegerät des Fahrzeugt verantwortlich. Ein festgelegter Standard bei den Steckverbindungen erleichtert das Laden.

nach oben

Last

Der Begriff Last wird für die Entnahme von Energie in mechanischer Form und elektrischer Energie verwendet. In der mechanischen Energie wird Last als die Belastung ein Bauteils, wie Motor, bezeichnet. Dabei können das belastende Gerät und die entnommene Leistung als Last bezeichnet werden. In der elektrischen Energie kann eine elektrische Energiequelle (Batterie, Stromnetz) durch ein Verbraucheranschluss mit Stromstärke belastet werden. Als Last kann dabei der elektrische Verbrauch oder die von ihm bezogene Leistung bezeichnet werden.

nach oben

Lastabwurf

Lastabwurf bedeutet, dass ein Stromverbraucher ungeplant abgeschaltet wird. Dabei kommt es zu einem Stromausfall mit geringer oder keiner Vorwarnzeit. Ausgelöst wird ein Lastabwurf, wenn die Netzstabilität gefährdet ist oder eine Überlastung von Kraftwerksgeneratoren droht. Sie werden meist durch automatische Einrichtungen ausgelöst, die die Verhältnisse im Stromnetz überwachen. Es gibt aber auch manuell ausgelöste Lastabwürfe. Anlässe für eine Lastabwurf wäre ein Abfall der Netzfrequenz, Unterspannung oder die drohende Beschädigung von Betriebsmitteln durch Überlastung.

nach oben

Lastmanagement

Lastmanagement bedeutet, dass der Energiebedarf an die Kapazitäten und die Flexibilitäten der Kraftwerke angepasst wird, um Lastspitzen zu vermeiden. Dies ist sinnvoll, da elektrische Energie nur gering gespeichert wird.

nach oben

Lastprofil

Das Lastprofil spiegelt die Nutzungsmengen von Strom, Gas oder Wärme bei Verbrauchern im zeitlichen Verlauf wider. Diese ändern sich im Tagesverlauf, zum Beispiel durch Abwesenheit, aber auch im Lauf der Jahreszeiten. Im Tagesverlauf verändert sich der Stromverbrauch dahingehend, dass z.B. in einem Haushalt, in dem mit Strom gekocht wird, der Stromverbrauch morgens (beim Frühstuck machen) und abends (Abendessen kochen) höher ausfällt als mittags, zu einer Zeit, in der die meisten Verbraucher bei der Arbeit sind. Da das Verbrauchsverhalten bei den meisten Haushalten sehr ähnlich verläuft, haben die Energieunternehmen sogenannte „Standardlastprofile“ erstellt. Sie bilden den „durchschnittlichen“ Verlauf des Verbrauches ab und dienen als Grundlage für die Strom- und Gasrechnung.

nach oben

Leistung

Die Leistung ist ein Maß für das Arbeitsvermögen, bezogen auf einen bestimmten Zeitraum. Sie wird in der Einheit Watt bzw. Kilowatt angegeben.

nach oben

M

Markt- und Managementprämie

Die Marktprämie wird an Betreiber von Anlagen zur Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien gezahlt, die ihren Strom an der Strombörse direkt vermarkten. Sie bildet sich aus der Differenz der Einspeisevergütung und des durchschnittlichen Marktwertes.

nach oben

Megawatt

Megawatt ist eine Maßeinheit für elektrische Leistung. Ein Megawatt entspricht 1.000.000 Watt.

nach oben

Megawattstunde

Die Einheit Megawattstunde bezeichnet die Energiemenge, die bei einer Leistung von einem Megawatt innerhalb einer Stunde benötigt wird.

nach oben

Mehrwertdienst

Mehrwertdienste sind Leistungen, die auf eine Smart-Meter-Infrastruktur und die von ihr erfassten Daten zugreifen. Mehrwertdienste reichen über reine Energiedienstleistungen und die Datensteuerung hinaus, vgl. Smart Home. Daraus entwickeln sich umfangreiche Nutzenpotenziale, die es dem Anwender ermöglichen, von innovativen Lösungen im Bereich der Haussicherheitsmaßnahmen oder von neuen Komfortangeboten zu profitieren.

nach oben

Merit-Order-Effekt

Strom aus Erneuerbaren Energien hat laut EEG Vorfahrt im Netz und wird vorrangig eingespeist. An besonders windigen oder sonnigen Tagen, an denen viel erneuerbarer Strom erzeugt wird, erhöht sich das Stromangebot an der Börse.

nach oben

Messstellenbetreiber

Ein Messstellenbetreiber ist zuständig für den Einbau, Betrieb, die Ablesung und Wartung von Stromzählern sowie für die eigentliche Messung. Oft übernimmt der Netzbetreiber die Aufgaben des Messstellenbetreibers. Den Punkt zwischen dem Netz und der Kundenanlage bezeichnet man als Messstelle. In Deutschland darf, seitdem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende 2017, jeder Energieverbraucher seinen Messstellenbetreiber frei wählen.

nach oben

Mieterstrom

Der Begriff Mieterstrom stellt eine Form der Direktvermarktung der elektrischen Energie für verbrauchernahe Stromerzeugung dar. Das heißt, dass die dezentralen Stromerzeuger die elektrische Energie direkt an die Mieter oder gewerblichen Gebäuden liefert. Dabei handelt es sich auf der einen Seite um Photovoltaik und Windenergie, in welchem es sich um erneuerbare Energie handelt. Auf der anderen Seite kommen auch Blockheizkraftwerke, Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung, zum Einsatz, die überwiegend mit fossilen Energieträgern betrieben werden z.B. Erdgas. Es wird aber auch auf effiziente Formen wir Biogas zurückgegriffen.

nach oben

Moderne Messeinrichtung (mME)

Eine moderne Messeinrichtung ist ein digitaler Stromzähler, der eine detaillierte Verbrauchdarstellung bietet. Dabei werden der tatsächliche Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit widergespiegelt. Die moderne Messeinrichtung kann zudem durch einem Smart-Meter-Gateway sicher in ein Kommunikationsnetz eingebunden werden, in welchem jedoch nicht fernausgelesen werden kann und keine Zählerstände senden kann. Dies bedeutet, dass eine manuelle Ablesung weiterhin notwendig ist. Doch durch die digitale Anzeige ist es dem Kunden möglich seinen Energieverbrauch einzusehen.

nach oben

Monitoring-Bericht „Energie der Zukunft“

Die Bundesregierung überprüft die Umsetzung der Energiewende und ihrer Ziele regelmäßig, um bei Bedarf nachzusteuern. Der erste Monitoring-Bericht „Energie der Zukunft“ erschien am 19. Dezember 2012.

nach oben

N

Nachhaltigkeit

Man spricht dann von Nachhaltigkeit, wenn so gewirtschaftet wird, dass die Grundlagen dauerhaften erhalten bleiben. Geht man nach dem englischen Begriff „sustainability“ wird die Nachhaltigkeit etwas klarer definiert: es geht um ein dauerhaft funktionierendes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge einzurichten. Das Grundprinzip dabei ist es, die Ressourcen so einzusetzen, dass sie über eine lange Zeit hinweg in einer stabilen Umgebung erfolgreich praktiziert werden können. Sie verlangt bzw. ermahnt zum langfristigen Denken. Es wird eine Entwicklung angestrebt, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten der künftigen Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.

nach oben

Nahwärme

Von Nahwärme wird dann gesprochen, wenn die Wärme über relativ kurze Strecken zu den Verbrauchern transportiert wird. Diese Strecken befinden sich außerhalb von Gebäuden. Ähnlich wie bei der Fernwärme erfolgt die Wärmeverteilung durch heißes Wasser mit fester oder viabler Temperatur, die durch unterirdische Rohleitungen gepumpt wird. In der Regel geht es um die Verteilung von Heizwärme innerhalb eines Stadtteils oder Industriegebiets. Damit wird Nahwärme meist dezentral und bedarfsnah erzeugt. Die Betreiber von Nahwärmenetzen sind Kommunen, Genossenschaften oder speziell dafür gegründete Unternehmen.

nach oben

Nettostromverbrauch

Der Nettostromverbrauch ist die von Verbrauchern genutzte Strommenge. Nicht eingerechnet sind der Eigenbedarf der Kraftwerke und Übertragungs- beziehungsweise Netzverluste.

nach oben

Netzdienlichkeit

Als „netzdienlich“ werden Funktionen und Wirkungen intelligenter Messsysteme oder sonstiger Maßnahmen bezeichnet, die einen positiven Effekt für den Netzbereich haben, zum Beispiel auf Planung, Management oder Betrieb. Netzdienlich sind elektrische Anlagen, die dazu beitragen, das Netzosten zu verringern, unter anderem die Reduktion von Netzengpässen, Netzausbaubedarf oder optimierte Netzbetriebsführung.

nach oben

Netzebene

Netzebenen sind Teile eines Stromnetzes, die sich durch unterschiedliche Spannungen (U) voneinander unterscheiden.

nach oben

Netzentgelte

Netzentgelte sind Gebühren, die die Netzbetreiber den Energieanbietern für die Durchleitung von Gas und Strom in Rechnung stellen. Diese Kosten werden wiederum vom Endverbraucher getragen und sind im Strompreis enthalten

nach oben

Netzentwicklungsplan (NEP)

Der Netzentwicklungsplan ist ein von den deutschen Übertragungsnetzbetreibern ausgearbeiteter Plan zum Ausbau der Stromübertragungsnetze. Er wurde als Bundesbedarfsplan 2013 als Gesetz der Bundesregierung verabschiedet.

nach oben

Niederspannung

Von Niederspannung spricht man dann, wenn die elektrischen Spannungen unterhalb von 1kV liegen. Die niedrigste Spannungsebene im Stromnetz liegt bei 400 Volt. Bei Wechselspannung erreicht sie bis zu 1.000 Volt, bei Gleichspannung bis zu 1.500 Volt. Bei der Niederspannung handelt es sich um den Haushaltsstrom, der beim Endverbraucher ankommt. Weitere Spannungsgrößen sind Mittelspannung, Hochspannung und Höchstspannung.

nach oben

Nutzenergie

Nutzenergie bezeichnet die Energie, die dem Endnutzer für seine Bedürfnisse zur Verfügung steht. Sie wird direkt aus der Endenergie gewonnen. Mögliche Formen von Nutzenergie sind Wärme zur Raumheizung, Kälte zur Raumkühlung, Licht oder mechanische Arbeit.

nach oben

O

Oekostrom

Der Strom, der mithilfe erneuerbarer Energien wie Sonnenstrahlung, Wasserkraft, Windkraft oder Biomasse produziert wird, wird Ökostrom genannt. Die Stromerzeugung mit Sonneneinstrahlung wird als Photovoltaik (PV) bezeichnet, welcher den von Albert Einstein erfunden „photoelektrischen Effekt“ nutzt. In Windrädern dreht der Wind die Welle eines Generators. Dabei unterscheidet man zwischen Onshore-Anlagen (auf dem Land) und Offshore-Anlagen (in küstennahe Meeresgebiete). Windkraft und Photovoltaik sind die wichtigsten Technologien zur Ökostromerzeugung in Deutschland. Es gibt noch diverse andere Ökostrom-Anlagen, wie Wasserkraftwerke, Speicherkraftwerke, Biomassekraftwerke und Biogasanlagen.

nach oben

Offshore

Offshore: Stromerzeugung mit Windkraftanlagen auf See.

nach oben

Onshore

Onshore: Stromerzeugung mit Windkraftanlagen an Land

nach oben

Ozon

Ozon ist eine Form des Sauerstoffmoleküls, das vor allem in der Stratosphäre vorkommt, also in etwa 15 bis 50 Kilometern Höhe. Ozon filtert schädliche UV-Strahlung der Sonne und hält sie so von der Erdoberfläche fern.

nach oben

P

Passivhaus

Passivhäuser sind sehr energieeffiziente Gebäude. Geheizt werden sie überwiegend durch Sonneneinstrahlung und durch Abwärme, die durch den Betrieb technischer Anlagen entsteht. Dies macht den Einsatz einer konventionellen Heizungsanlage überflüssig.

nach oben

Pellets

Holzpellets werden aus Holz oder Säge-Nebenprodukten hergestellt und vor allem in Pellet-Heizungen als Brennstoff genutzt. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, also ein erneuerbarer Energieträger.

nach oben

Photovoltaik

Photovoltaik ist die Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie mit Hilfe von Solarzellen.

nach oben

Power-to-Gas

Power-to-Gas ist ein System, das mittels Elektrolyse überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien in Wasserstoff oder künstliches Erdgas umwandelt. In dieser Form kann die Energie im Erdgasnetz gespeichert werden.

nach oben

Power-to-Heat

Der Begriff Power-to-Heat bezeichnet die Umwandlung von Strom in Wärme für z.B. Heizungsanlagen oder Warmwasserbereitung.

nach oben

Primärenergie

Wasser, Sonne, Wind, Erdgas, Steinkohle und Erdöl beispielsweise tragen auch dann Energie, wenn diese noch nicht nutzbar gemacht wurde. Diese Energie nennt man Primärenergie.

nach oben

Primärenergieverbrauch

Der Primärenergieverbrauch bezeichnet die gesamte Menge an Primärenergie, die während eines bestimmten Zeitraums verbraucht wird.

nach oben

Prosument/ Prosumer

Ein Prosument ist jemand der sowohl Strom verbraucht als auch erzeugt. Dieser Strom wird mittels Solar- oder Windkraftanlagen erzeugt. Ein klassisches Beispiel für einen Prosumenten ist ein Haushalt, der eine eigene Photovoltaik-Anlage auf seinem Hausdach installiert hat. Dass, was er von erzeugtem Strom nicht verbraucht, speist er in das öffentliche Netz oder in seinen Batteriespeicher ein. Somit sind Prosumenten sehr flexible, was ihren Strombezug aus dem öffentlichen Netz sowie die Stromeinspeisung in das Netz betrifft.

nach oben

Pumpspeicherkraftwerk

Ein Pumpspeicherkraftwerk ist ein Energiespeicher, der aus zwei miteinander verbundenen Staubecken in unterschiedlichen Höhen besteht. Herrscht Überschuss an Strom, wird dieser verwendet, um Wasser in das obere Becken zu pumpen.

nach oben

R

Redispatch

Das Redispatch ist ein Dispatch, auch Fahrplan genannt. Dabei melden die Kraftwerkbetreiber den Übertragungsnetzbetreibern, wie sie am Folgetag ihre Kapazitäten einplanen. Welches Kraftwerk wird wann wie viel Leistung ins Netz einspeisen? Dieses Dispatch wird analysier und ausgewertet. Stellt sich dabei heraus, dass im Netz kurzfristige Engpässe oder tatsächliche kurzfristige Überlastungen drohen, fordern die Übertragungsnetzbetreiber von den Kraftwerkbetreibern ihre Fahrpläne zu ändern, also den Redispatch. Das Ziel dabei ist die Erhaltung der Netz- und Systemstabilität sowie die Abwendung von Netzunterbrechungen. Speist ein Kraftwerk zu viel Leistung in das System ein, stößt die Leistung an die Grenzen ihrer technischen Leistungsfähigkeit. Tritt dies ein, schalten sich automatisch einzelne Leistungsabschnitte ab, um teure Schäden zu verhindern. Dies hat jedoch zu Folge, dass die Belastung auf den alternativen Ausweichstrecken ebenfalls ansteigt, und diese sich ebenfalls abschalten.

nach oben

Regelenergie

Die Regelenergie wird auch als Regelleistung oder Reserveleistung bezeichnet. Bei unerwarteten Ereignissen im Stromnetz gleicht der Netzbetreiber Leistungsschwankungen mithilfe von Regelenergie aus.

nach oben

Repowering

Alte Kraftwerke werden durch neue, leistungsstärkere ersetzt, um den Wirkungsgrad einer Anlage zu steigern. Dies ist vor allem bei Windenergieanlagen an guten Standorten sinnvoll, da sich hier die Technik im Laufe der Jahre erheblich verbessert hat.

nach oben

Reservekraftwerk

Um bei der Energiewende eine sichere Energieversorgung zu garantieren, stehen bei möglichen Engpässen alte Kohle- oder Gaskraftwerke als Reservekraftwerke zur Verfügung, die bei Engpässen reaktiviert werden können.

nach oben

RONT

Regelbarer Ortsnetztransformator

nach oben

S

Sektorkopplung

Strom aus erneuerbarer Energie wird auch genutzt, um Wärme, Kälte und Mobilität zu erzeugen. Die Verbindung der verschiedenen Teile des Energiesystems wird auch Sektorkopplung genannt. Auf diese Weise deckt das Stromangebot zugleich die Nachfrage nach Energie in Haushalten, im Verkehr, in der Industrie sowie in Gewerbe, Handel und Dienstleistung. Anders als im Strombereich wird insbesondere Wärme zu Hause und in Unternehmen noch überwiegend aus fossilen Quellen erzeugt, gleiches trifft auf weite Teile des Verkehrs zu. Daher gilt es auch in diesen Sektoren, die Energiewende voranzubringen und – dank sauberem Strom – stärker auf erneuerbare Energieträger zu setzen.

 

nach oben

Smart Factory

Smart Factory (deutsch „intelligente Fabrik“) ist ein Begriff aus der Forschung im Bereich Fertigungstechnik. Er gehört zur Hightech-Strategie der deutschen Bundesregierung als Teil des Zukunftsprojekts Industrie 4.0.

nach oben

Smart Grids

Das intelligente Stromnetz (Smart Grid, auch Smart Grids) ist ein Konzept, bei dem die verschiedenen Akteure des Energiesystems – Stromerzeuger, Speicher, Netze, Verbraucher – kommunikativ miteinander verbunden sind.

nach oben

Smart Home

Als Smart Home werden informations- und sensortechnisch aufgerüstete Wohnhäuser bezeichnet, in welcher die unterschiedlichsten Geräte miteinander kommunizieren. Durch die Bedienung per App oder Sprachhelfer lassen sich Lebensqualität, Sicherheit und Komfort verbessern. Sie sind oft in sich selbst und nach außen vernetzt. Smart Homes stehen meist auch für eine höhere Energieeffizienz.

nach oben

Smart Meter

Ein Smart Meter ist ein intelligenter Stromzähler, der in ein Kommunikationsnetz eingebunden ist und dem Anschlussnutzer den Energieverbrauch und die Nutzungszeit anzeigt.

nach oben

Smart Meter Gateway

Das Smart Meter Gateway ist eine zentrale Kommunikationseinheit, die elektronische Messeinrichtungen des Endverbrauchers mit Dritten verbindet, etwa Administratoren, Verteilnetzbetreibern oder Energielieferanten. Damit können in Zukunft die Stromnetze, abhängig von Wind und Sonne, intelligent gesteuert werden, wie Licht und Heizung in Gebäuden. Die Vernetzung und den Datenaustausch, die das Smart Meter Gateway als Kommunikationsplattform ermöglicht, bedarf eines besonderen Schutzes. Auf der einen Seite unterliegen die Daten über den Energieverbrauch dem Datenschutz. Auf der anderen Seite sind die Daten über den Netzzustand, Erzeugung und Verbrauch systemnotwendig und müssen gegen Angriffe geschützt werden. Daher werden die Anforderungen an einen Smart Meter im „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ (GDEW) definiert. Der Kerngedanke des GDEW ist ein Infrastrukturnetz, bzw. eine bundesweite Einführung der Smart-Meter-Gateway die vom BSI zertifiziert werden.

nach oben

Smarte Quartiere

Dank Verknüpfung von Sensordaten, intelligenter Steuerung und Sektorkopplung wird der Strom- und Wärmeverbrauch auf die Bedürfnisse der Nutzer und des Energiesystems abgestimmt – bei gleichzeitiger Energieeinsparung.

nach oben

Solarmodul

Ein Solarmodul ist ein Modul, das aus Solarzellen besteht. Diese wandeln das Licht der Sonne in elektrische Energie um. Die Spannung, die das Modul erzeugen kann, ist abhängig von der Anzahl der in Reihe geschalteten Solarzellen.

nach oben

Solarstrom

Solarstrom ist elektrische Energie, die mit einer Photovoltaikanlage aus Sonnenenergie gewonnen wird. Solarstrom zählt zu den erneuerbaren Energien, da die Sonnenergie unerschöpflich ist.

nach oben

Solarthermie

Solarthermie ist die Nutzung von Sonnenenergie zur Erwärmung von Wasser oder zur Unterstützung der Heizung.

nach oben

Solarzelle

Eine Solarzelle ist ein Element eines Solarmoduls, das Sonnenlicht direkt in elektrische Energie umwandelt.

nach oben

Speicher

Ein Speicher dient dazu, Energie aufzunehmen und sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder abzugeben. Dabei wird die Energie, in der Regel, in der gleicher Form entnommen, wie sie eingespeichert wurde. Es gibt unterschiedliche Energiespeicher für unterschiedliche Energieformen. Für mechanische Energie gibt es z.B. Schwungradspeicher, für elektrische Energie spezielle Speicher, für thermische Energie (wie Wärme oder Kälte) gibt es einen Wärme- oder Kältespeicher und für chemische Energie gibt es z.B. Brennstofflager.

nach oben

Spitzenausgleich

Energieintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes erhalten eine Steuerbegünstigung namens Spitzenausgleich, wenn sie ihre Energieeffizienz ab 2016 um jährlich 1,35 Prozent erhöhen.

nach oben

Stresstest

Im Stresstest werden Kernkraftwerke auf ihre Sicherheitsreserven unter extremen Ereignissen und Unfällen geprüft, um etwaige Nachrüstungsbedarfe zu analysieren.

nach oben

Strom

Strom ist die Bewegung von elektrischen Ladungsträgern. Die Ladungsträger bewegen sich von einem hohen Potenzial zu einem niedrigen Potenzial und verursachen so elektrischen Strom.

nach oben

Strombörse

Die Strombörse ist ein organisierter Markt für Strom. Hier werden Mengen an Strom zu bestimmten Zeiten gehandelt. Angebot und Nachfrage können so gebündelt werden.

nach oben

Stromeinspeisungsgesetz

Mit dem Gesetz über die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz, kurz Stromeinspeisungsgesetz, wurden 1991 Stromversorgungsunternehmen erstmals dazu verpflichtet, Energie aus erneuerbaren Quellen zu kaufen.

nach oben

T

Thermografie

Thermografie macht die Oberflächentemperatur von Objekten sichtbar. Dazu wird die Infrarotstrahlung, die von einem Objekt ausgeht, ausgewertet. Unterschiedliche Temperaturen werden dann in unterschiedlichen Farben angezeigt.

nach oben

Treibhauseffekt

Die Erwärmung der Erde durch die Wirkung von Treibhausgasen in der Atmosphäre wird Treibhauseffekt genannt. Die Gase lassen Strahlung, die von der Sonne kommt, hindurch, absorbieren oder reflektieren aber Wärmestrahlung, die von der Erde abgegeben wird.

nach oben

Treibhausgas

Diese gasförmigen Stoffe in der Luft nehmen die Infrarotstrahlung der Erde auf und erwärmen dadurch die Erdoberfläche und die untere Atmosphäre. So tragen sie zum Treibhauseffekt bei. Eines dieser Treibhausgase ist Kohlendioxid (CO2).

nach oben

U

Uebertragungsnetz

Übertragungsnetz: Ein Netz aus Stromleitungen, das elektrische Energie über große Distanzen von den Kraftwerken zu den Verteilungsnetzen übertragen kann.

nach oben

Uebertragungsnetzbetreiber (ÜNB)

Das Übertragungsnetz für elektrische Energie wird, für eine bestimmte Region, von Übertragungsnetzbetreibern betrieben, die die zugehörigen elektrischen Anlagen unterhalten und die Ein- und Ausspeisung koordinieren. Darüber hinaus nehmen die Übertragungsnetzbetreiber die Frequenzregelung und Spannungshaltung vor und beschaffen die dafür notwendige Regelenergie. In Deutschland gibt es zurzeit vier ÜNB: Tennet TSO, 50Hertz Transmission, Amprion und TransnetBW. Ihre Hochspannungsleistung beträgt zusammen eine Länge von 35000 km, und die gesamte vertikale Netzlast kann bis zu 55GW betragen. Sie werden von der Bundesnetzagentur überwacht und handeln gemäß den Regeln des Energiewirtschaftsgesetztes (EnWG).

nach oben

V

Varibale Stromtarife

Stromtarife sind eine Struktur für die Berechnung der Kosten im Bezug auf die elektrische Energie. Bei variablen Stromtarifen wird der Arbeitspreis nicht im Voraus für eine bestimmte Zeit festgelegt, sondern er orientiert sich je nach Stromnachfrage und dem aktuellen Angebot.  Der Arbeitspreis kann sich an aktuellen Strombörsenpreisen orientieren. Die Verbrauchserfassung muss hierfür mit einem „intelligenten Stromzähler“ (smart meter) erfolgen. Es entsteht ein Anreiz, Stromerzeugung und -verbrauch systemdienlich zu synchronisieren und die Möglichkeit Stromkosten zu sparen. Darüber hinaus kann im Stromnetz die Engpässe reduziert werden. Auf diese Weise werden Kraftwerke und Stromnetze effizienter und kostengünstiger genutzt; es wird auch weniger Regelenergie benötigt.

nach oben

Versorgungssicherheit

Versorgungssicherheit bedeutet, dass eine störungsfreie Versorgung mit Strom und Gas langfristig und zu jeder Zeit abgesichert ist.

nach oben

Verteilnetz

Ursprünglich dienten regionale Verteilnetze nur dem Transport des Stroms vom Übertragungsnetz zu den Endverbrauchern. Heute sind aber auch viele Erneuerbare-Energien-Anlagen an die Verteilnetze angeschlossen.

nach oben

Verteilnetzbetreiber

Ein Verteilnetzbetreiber ist ein Unternehmen, das Strom-, bzw. Gasnetze zur Verteilung an Endverbraucher (private Haushalte und Kleinverbraucher) betreibt.

nach oben

Virtuelles Kraftwerk

Ein virtuelles Kraftwerk ist ein Zusammenschluss von dezentralen Einheiten (Produzenten, Verbraucher, Speicher) im Stromnetz, die über ein gemeinsames Leitsystem, durch einen speziellen Algorithmus, koordiniert werden. Dieses System reagiert darüber hinaus auf Netzzustände und Regelenergieabrufbefehle durch Übertragungsnetzbetreiber. Zweck von virtuellen Kraftwerken ist die gemeinsame Stromvermarktung. Die Einheiten könne Stromproduzenten wie Biogas-, Windkraft-, Photovoltaik-, KWK- oder Wasserkraftanagen, Stromverbraucher, Stromspeicher und Poxer-to-X-Anlagen sein.  Jeder dezentral produzierende, speichernde oder verbrauchende Akteur kann Teil eines virtuellen Kraftwerks sein.

nach oben

Volatile Energieerzeugung

Volatile Energieerzeugung bezeichnet eine Strom- und Energieerzeugung, die aus überwiegend erneuerbarer Energie wie Sonnen- oder Windkraft erfolgt und den Gegebenheiten der unterschiedlichen Jahreszeiten und Standorten unterliegt. Dabei wird volatil als die schwankende Stromproduktion dezentraler Energieträger bezeichnet. Je höher der Anteil dieser Art der EE im Netz wird, desto schwieriger wird es, die Stromnetze auszugleichen.

nach oben

Volatile Energieträger

Volatile (fluktuierende) Energieträger erzeugen Energie nicht gleichmäßig, sondern schwankend. Das trifft zum Beispiel auf die Solar- oder Windenergie zu, da die Sonne nicht durchgängig scheint und der Wind nicht immer weht.

nach oben

W

Wärmebrücke

Wärmebrücken sind Bereiche in Bauteilen eines Gebäudes, durch die Wärme schneller nach außen transportiert wird als in anderen Bereichen. Anfällig für diese Wärmeverluste sind Übergänge zwischen zwei Bauteilen, etwa an Fensterrahmen oder an Gebäudeecken.

nach oben

Wärmedämmung

Wärmedämmungen verringern den Durchgang der Wärmeenergie, damit der gedämmte Bereich nicht so schnell abkühlt. Im Sommer dient Wärmedämmung als Wärmeschutz.

nach oben

Wärmeerzeugung

Wärmeerzeugung ist die Erzeugung von Heizwärme, beispielsweise durch Verbrennung eines Brennstoffes, durch Solarthermie oder mit Wärmepumpen (Erdwärme).

nach oben

Wärmenetz

Ein Anschluss an ein Wärmenetz erspart die hauseigene Heizungsanlage. Durch Fernwärme-Rohre gelangt heißes Wasser in die Heizkörper, oft wird die Wärme überdies auf klimafreundlichem Weg erzeugt, wenn sie aus effizienter Kraft-Wärme-Kopplung oder regenerativer Biomasse kommt. Die Wärmenetze sollen auf erneuerbare Technologien wie Solarthermie und Geothermie umgestellt werden. Wärmenetze können auch das Stromsystem flexibler machen, wenn z.B. Ökostrom in windreichen Zeiten in Wärme umgewandelt wird und diese in den Warmwasserleitungen gespeichert wird.

nach oben

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe ist eine Anlage, Maschine, die nutzbare Wärme bereitstellen kann. Dabei handelt es sich bei der entnommenen Wärme um Anergie (kostenlose Umweltwärme) oder um nicht nutzbare Abwärme. Diese wird dann auf ein höheres Temperaturniveau „gepumpt“, die durch Antriebsenergie zugeführt wurde. Meist in Form von mechanischer Energie. Die Wärme wird hierbei teilweise durch ein kälteres Medium gewonnen.

nach oben

Wärmespeicher

Ein Wärmespeicher ist ein Speicher für thermische Energie, bzw. für Wärme. Sie können Wärme aufnehmen und wieder abgeben. Man unterscheidet bei einem Wärmespeicher zwischen sensiblen Speicher (Warmwasserspeicher), latenten Speichern, chemischen Speichern, großen Speichern und Langzeitspeicherung (saisonale Speicher). Sie machen Hausbesitzer zu Energie-Selbstversorgern. Überschüssiger Strom aus der PV-Anlage wird mittels Heizpatrone oder Wärmepumpe in Wärme umgewandelt und gespeichert. Siehe auch KWK.

nach oben

Wasserkraft

Wasserkraft ist mechanische Energie, die aus der Bewegung von Wassermengen gewonnen wird. In Wasserkraftwerken wird daraus Strom erzeugt. Wasser ist eine regenerative Energiequelle.

nach oben

Watt

Watt ist eine Maßeinheit, die für Leistung verwendet wird. Sie setzt umgesetzte Leistung, also die verbrauchte Menge an Strom oder Wärme, ins Verhältnis zu einem bestimmten Zeitraum.

nach oben

Wechselstrom

Strom, der regelmäßig in schnellen Abständen seine Richtung verändert, heißt Wechselstrom. Die Netzfrequenz 50 Hz in Deutschland bedeutet, dass der Strom 50 Mal in der Sekunde die Richtung wechselt. Wechselstrom wird auch AC, „alternating current“, genannt.

nach oben

Weitere Glossareinträge

Das Glossar befindet sich im Aufbau. Wünsche an einen Glossareintrag? Kontaktieren Sie uns.

nach oben

Windenergie

Windenergie ist die Nutzung der kinetischen Energie bewegter Luftmassen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien in Deutschland und besitzt die größten Ausbaupotenziale der „Erneuerbaren“.

nach oben

Z

Zieldreieck der Energiepolitik

Zieldreieck der Energiepolitik: Bei allen energiepolitischen Maßnahmen sind die drei Kriterien Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit ausgewogen zu berücksichtigen.

nach oben