Smart Grids

Intelligente Netze: Warum sie unser Leben besser machen.

Wozu dienen Smart Grids?

Der Begriff Smart Grids bedeutet auf Deutsch „intelligente Netze“. Viele Energienetze werden heute noch analog gesteuert. Durch ihre Digitalisierung – mit entsprechender Hard- und Software, Protokollen sowie den technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen – wird jedoch ihre intelligente Steuerung möglich. Ein wichtiger Vorteil: Regenerativer Strom, etwa aus Sonnen- oder Windkraft, muss bei Lastspitzen nicht mehr abgeregelt werden. Die intelligente Steuerung ermöglicht durch Umverteilung und Speicherung, dass wir produzierte Energie möglichst vollständig nutzen können. Vor diesem Hintergrund lässt sich der Anteil der Erneuerbaren konsequent weiter ausbauen.

Smart Grids gewährleisten die Versorgungssicherheit mit Energie. Die schlauen Netze sorgen überdies dafür, dass das energiepolitische Dreieck aus Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit bei Fragen der Energieversorgung aufrecht erhalten bleibt.

Zudem unterstützen Smart Grids die vier wichtigen „D’s“: Dezentralisierung, Dekarbonisierung, Digitalisierung und Demokratisierung.

  • Dezentralisierung der Energieerzeugung: Statt weniger großer Kraftwerke und Anlagen gibt es jetzt viele dezentrale (Klein-)Kraftwerke.
  • Dekarbonisierung der Umwelt: Der Ausbau der Erneuerbaren hilft dabei, die Verbrennung fossiler Brennstoffe und den entsprechenden CO2-Ausstoß zu verringern.
  • Digitalisierung der Abläufe: Die Prozesse in unserem veränderten Energiesystem werden digital gesteuert. So sind auch schnellere Reaktionen bei rasch sich ändernden Energieflüssen möglich, etwa durch flexible Verteilung oder Speicherung.
  • Demokratisierung durch Partizipation: Statt ausschließlich zentraler Versorgung durch wenige Anbieter können jetzt auch Verbraucher als „Prosumer“ – aus „Producer“ und „Consumer“ abgeleitet – selbst produzierte Energie ins Netz speisen. Sie können sich überdies an Bürgerenergiegenossenschaften beteiligen oder Crowdfunding für Projekte mit Erneuerbaren betreiben. Kurzum: Die effektive Handlungsmacht verlagert sich damit mehr zu den Bürgerschaft, als es davor der Fall war.

Welchen Mehrwert bieten Smart Grids wirtschaftlich?

Es gibt gleich mehrere gute Gründe, warum Smart Grids wirtschaftlichen Mehrwert schaffen:

  • Wo intelligente Netze im Einsatz sind, werden auch Stromverbrauch und Märkte der Zukunft intelligent. Von derart transparenten und effizienten Märkten profitieren letztlich alle Teilnehmenden.
  • Konkret wird sich dieser Vorteil unter anderem in neuen Geschäftsmodellen und Tarifen niederschlagen. Diese kommen allen Prosumenten zugute.
  • Smart Meter helfen hier wiederum, Bedarfs- und Verbrauchszahlen genau zu ermitteln – und zukünftig Kosten zu sparen. Das gilt für Unternehmen ebenso wie für Privathaushalte.
  • Auch auf andere Sektoren, vor allem Wärme und Verkehr, wirken sich Smart Grids positiv aus. Die sogenannte Sektorenkopplung schafft Synergien für mehr Wirtschaftlichkeit ebenso wie zur Senkung der Emissionen.

Welche guten Gründe gibt es für die Nutzung von Smart Grids?

Smart Grids liefern eine Vielzahl triftiger Gründe für die Zukunft. Hier die wichtigsten:

  • Gleich vier dieser Gründe sind in den vier D’s enthalten. Neben Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung ist aus gesellschaftlicher Sicht vor allem Demokratisierung spannend.
  • Als dezentrale Prosumenten liefern zum Beispiel Haushalte Energie und beziehen Energie gleichermaßen. Sie alle gestalten damit die Energiewende aktiv mit, indem sie aus Wind oder Sonne entstandenen Strom in die Smart Grids einspeisen können.
  • Haushalte werden, ebenso wie alle anderen Energieerzeuger und -nutzer, demokratisch gleichberechtigte Teilnehmerinnen und Teilnehmer im intelligenten Markt der Zukunft.
  • Insbesondere Smart Meter als intelligente digitale Stromzähler (korrekt bezeichnet als „intelligente Messsysteme“) und digitales Tool in den Smart Grids helfen uns dabei, in Zukunft noch mehr Energie und Emissionen zu sparen – und zudem gutes Geld.