Roadmap-Monitoring: Kickoff-Workshop „Monitoring der Smart Grids-Roadmap Baden-Württemberg 2.0″ am 19.03.26
Am 19.03.26 fand der Kickoff-Workshop zum diesjährigen Roadmap-Monitoringprozess statt. Thematisiert wurden die Ergebnisse des Monitoringberichts 2025 sowie Zielsetzungen und der Fahrplan für das Jahr 2026.
Im Rahmen des Monitorings der Smart Grids-Roadmap Baden-Württemberg 2.0 wird die Umsetzung der 2022 konsultierten Roadmap kontinuierlich begleitet und evaluiert. Der laufende Monitoringprozess dient dabei nicht nur der Bestandsaufnahme, sondern soll den bestehenden Problemaufriss ergänzen, Handlungsbedarfe und Lösungen aufzeigen und dafür explizite Forderungen an die Politik formulieren.
Kickoff-Workshop zum Roadmap-Monitoring
Am 19. März startete mit dem Online-Kickoff-Workshop der diesjährige Monitoringprozess zur Smart Grids-Roadmap Baden-Württemberg 2.0. Der Workshop verfolgte mehrere Ziele: Die Teilnehmenden sollten die Hintergründe und die Zielsetzung des Roadmap-Monitorings kennenlernen, einen Eindruck der bisherigen Ergebnisse gewinnen und Ablauf, Maßnahmen und Termine für das Jahr 2026 erfahren.
Die Smart Grids-Roadmap im Rückblick
Die Smart Grids-Roadmap Baden-Württemberg hat eine lange Historie: Bereits 2012/2013 wurde die erste Version auf den Weg gebracht, um den Rahmen für intelligente Energienetze im Bundesland zu setzen. 2022 wurde die Roadmap in einem breit angelegten Konsultationsprozess mit 143 Akteuren als Version 2.0 aktualisiert. Das nun laufende Monitoring knüpft an diesen Prozess an und untersucht, inwieweit die vereinbarten Meilensteine und Zielsetzungen in der Praxis umgesetzt werden.
Ergebnisse des Monitoringberichts 2025
Der Monitoringbericht 2025 zeichnet ein differenziertes Bild. Einerseits sind Fortschritte sichtbar: Netztransparenz, Smart Meter-Rollout und die Planung der Wasserstoff-Infrastruktur haben sich weiterentwickelt. Und auch der Rechtsrahmen entwickelt sich weiter – beispielsweise durch den § 14a EnWG, das MsbG und die ISO 15118. Allerdings dauern diese Entwicklungen deutlich zu lange und werden teilweise von (wenigen) neuen dysfunktionalen Policy-Entwicklungen begleitet. Die Ergebnisse verweisen weiterhin auf einen deutlichen Zeitverzug bei den meisten Maßnahmen, Ressourcenknappheit sowie fehlende oder unzureichend umgesetzte technische Standards hin.
Als neues Querschnittsthema wurde die Resilienz des Energiesystems identifiziert. Besonders kritisch bewerteten die Teilnehmenden den volatilen Rechtsrahmen: Fehlende Planungssicherheit stört Investitionen massiv und wurde als gravierendstes Hemmnis für die Umsetzung genannt. Die funktionale Regulierung braucht zu lange. Um die Herausforderungen zu bewältigen, sei ein geschlossenes Auftreten der Akteursgemeinschaft gemeinsam mit der Landesverwaltung Baden-Württembergs erforderlich. Lesen Sie hier die Ergebnisse im Detail nach:
Zielsetzung und Maßnahmen 2026
Der Monitoringprozess 2026 verfolgt mehrere Ziele: Der Problemaufriss des Berichts von 2025 wird ergänzt, Handlungsbedarfe und Lösungsansätze werden aufgezeigt und es werden explizite Forderungen an die Politik formuliert. Wie schon 2022 erfolgt (auf Wunsch) eine namentliche Nennung der Beteiligten. Diese Maßnahme unterstreicht gegenüber Entscheidungstragenden, dass der Bericht die Erfahrungswerte, Lösungsansätze und Forderungen der Umsetzenden beinhaltet.
Für die Erarbeitung der Inhalte sind mehrere Beteiligungsformate vorgesehen: Workshop-Formate und Themenecken bei den Smart Grids-Gesprächen, ein Präsenz-Workshop im Oktober sowie insgesamt drei Iterationsrunden im E-Mail-Konsultationsverfahren. SmartGridsBW verdichtet den Input und spielt ihn jeweils transparent in die Runde zurück, alle Teilnehmenden haben stets die Möglichkeit dies zu kommentieren und Änderungen vorzuschlagen.
Für die Verbreitung der Ergebnisse sind neben Pressemitteilungen auch Präsentationen bei Fachkonferenzen, Messen und Tagungen geplant. Die Ergebnisse werden auf der SmartGridsBW-Website und über Social Media kommuniziert und in die Deutsche Nationalbibliothek sowie Universitätsbibliotheken eingestellt. Darüber hinaus erfolgt eine Übergabe an das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg sowie persönliche Präsentationen für Entscheidungstragende auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene.
Wie geht's weiter? Die nächsten Schritte 2026
Der Zeitplan für 2026 sieht folgende Meilensteine vor:
- 20. März – 4. Mai: Erste E-Mail-Konsultationsrunde. Sie bekommen von uns ein Dokument für Ihren E-Mail-Input.
- 28. April: Roadmap-Themenecke bei den Smart Grids-Gesprächen in Konstanz
- 17. Juli: Roadmap-Themenecke bei den Smart Grids-Gesprächen in Stuttgart
- 1. Oktober: Präsenz-Workshop in Stuttgart
- Dezember 2026: Übergabe und Veröffentlichung
Beteiligen Sie sich am Roadmap-Monitoring
Sie möchten sich am Monitoring der Smart Grids-Roadmap Baden-Württemberg 2.0 beteiligen? Alle Informationen zum Ablauf und zur Anmeldung finden Sie hier: