Dezentrale Stromerzeugung
Dezentrale Stromerzeugung (Distributed Generation) bezeichnet die Stromproduktion durch kleine Energiesysteme in unmittelbarer Nähe der Verbraucher. Diese dezentralen Energiequellen (Distributed Energy Resources, DERs) umfassen typischerweise Solaranlagen, kleine Windturbinen, Brennstoffzellen und Energiespeichersysteme. Im Gegensatz zu konventionellen Großkraftwerken, die Strom über weitverzweigte Übertragungsnetze transportieren müssen, arbeiten dezentrale Systeme verbrauchernah und benötigen nur minimale Transportwege. Sie können einzelne Haushalte und Gewerbebetriebe versorgen oder in Mikronetze eingebunden werden – kleine, lokale Stromnetze, die definierte Bereiche wie Universitäten, Krankenhäuser oder Militäranlagen beliefern.
Die dezentrale Erzeugung stärkt die Netzstabilität, reduziert Umweltauswirkungen und steigert die Energieeffizienz. Dezentrale Energiequellen können sowohl mit erneuerbaren Energien als auch mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Die Technologie wird auch als Vor-Ort-Erzeugung bezeichnet.