Mittelspannung
Mittelspannung ist die Spannungsebene, die in regionalen Stromnetzen zum Einsatz kommt und typischerweise zwischen 10.000 und 35.000 Volt (10–35 kV) liegt. Sie bildet das Rückgrat der Stromverteilung zwischen den überregionalen Hochspannungsnetzen und den lokalen Niederspannungsnetzen, die Haushalte und kleinere Betriebe versorgen.
Diese Spannungsebene wird genutzt, um Strom über mittlere Entfernungen effizient zu transportieren, ohne dass die hohen technischen und sicherheitstechnischen Anforderungen der Hochspannung notwendig sind. An Mittelspannungsnetze sind vor allem Trafostationen angeschlossen, die den Strom für die weitere Verteilung auf Niederspannungsebene heruntertransformieren. Zudem werden Großverbraucher wie Industrie- und Gewerbebetriebe sowie dezentrale Erzeugungsanlagen – etwa Windparks, Solaranlagen oder kleinere Wasserkraftwerke – direkt an die Mittelspannung angebunden.
Durch ihre Flexibilität und Wirtschaftlichkeit spielt die Mittelspannung eine zentrale Rolle in der modernen Energieversorgung. Sie ermöglicht eine stabile und effiziente Stromverteilung in Städten, Gemeinden und Gewerbegebieten und trägt so maßgeblich zur Versorgungssicherheit bei.