Netzstabilität (Systemstabilität)

Die Netzstabilität (auch Systemstabilität) beschreibt die Fähigkeit des Stromnetzes, sich nach Störungen in einem betreibbaren Zustand zu halten und nicht zusammenzubrechen. Das Stromnetz ist ständig kleineren Störungen ausgesetzt, wie plötzlichen Verbrauchsänderungen, manchmal auch stärkeren Störungen wie Kurzschlüssen oder sehr selten Großstörungen wie dem Ausfall großer Kraftwerke. Ein System gilt als stabil, wenn Spannung und Frequenz auch im Fehlerfall innerhalb festgelegter Grenzen bleiben. Systemstabilität ist Voraussetzung für eine zuverlässige Stromversorgung, aber nicht gleichbedeutend mit Versorgungssicherheit. Sie erfordert eine widerstandsfähige Infrastruktur mit automatischen Schutzmechanismen und stabilisierenden Beiträgen von Erzeugungsanlagen.