Resilienz der Energieinfrastruktur
Resilienz der Energieinfrastruktur beschreibt die Fähigkeit von Strom- und Energiesystemen, auch bei Störungen funktionsfähig zu bleiben oder sich schnell zu erholen. Während früher vor allem robuste Strukturen und Redundanzen – etwa nach dem N-1-Prinzip – im Mittelpunkt standen, gewinnt heute die Fähigkeit zur Anpassung und Selbstorganisation an Bedeutung. Gründe sind unter anderem der Ausbau erneuerbarer Energien, die zunehmende Dezentralisierung der Erzeugung, Sektorenkopplung und die Digitalisierung der Netze. Technologien wie Sensorik, automatisierte Netzsteuerung, flexible Verbraucher, Speicher oder Microgrids können helfen, Störungen früh zu erkennen und Systemreaktionen zu steuern. Ziel ist eine sichere Energieversorgung, die auch unter veränderten und komplexeren Systembedingungen stabil bleibt.