Wechselrichter

Ein Wechselrichter ist ein zentrales Bauteil der modernen Energieversorgung, das Gleichspannung in Wechselspannung umwandelt. Dadurch wird es möglich, aus dem von Solarmodulen, Batterien oder anderen Gleichstromquellen erzeugten Gleichstrom den im Haushalt oder Stromnetz benötigten Wechselstrom (bzw. Drehstrom) zu erzeugen.
Das Grundprinzip eines Wechselrichters basiert auf elektronisch gesteuerten Schaltern, die die Gleichspannung gezielt unterbrechen oder umpolen. Dadurch entsteht eine wechselnde Spannung, die im einfachsten Fall rechteckförmig ist. Moderne Leistungselektronik ermöglicht jedoch die Erzeugung sinusförmiger Wechselspannungen mit hoher Präzision, Spannungskonstanz und hohem Wirkungsgrad – von kleinen Solarwechselrichtern bis hin zu Großanlagen mit Leistungen im Megawattbereich.
Man unterscheidet selbstgeführte und fremdgeführte Wechselrichter:
Selbstgeführte Wechselrichter erzeugen eigenständig Phase und Frequenz der Wechselspannung und eignen sich für Inselnetze oder Notstromversorgungen. Fremdgeführte Wechselrichter synchronisieren sich dagegen mit einem bestehenden Netz, etwa um Strom aus Photovoltaik- oder Windkraftanlagen ins öffentliche Netz einzuspeisen.
Zusätzlich gibt es netzbildende Wechselrichter, die aktiv zur Netzstabilität beitragen, indem sie Blindleistung einspeisen, Oberschwingungen dämpfen oder eine künstliche Trägheit erzeugen – ähnlich wie klassische Großkraftwerke. Diese Funktionen gewinnen mit dem Ausbau erneuerbarer Energien an Bedeutung.