Die News der Woche aus KW 16 / 2026
Grüner Wasserstoff für die Industrie, neuer Studiengang Energie- und Gebäudetechnik, beschleunigter Netzausbau: Aktuelle Impulse für die Energiewende aus Forschung und Regulierung.
NEXUS GreenTech unterstützt Unternehmen aus der Photovoltaikbranche
Das Fraunhofer ISE hat mit NEXUS GreenTech ein neues Spin-Off gegründet, das Hersteller von Wafern, Solarzellen und PV-Modulen bei Produktentwicklung und Fabrikplanung berät. Die drei Gründer Dr. Jochen Rentsch, Dr. Sebastian Nold und Dr. Nico Wöhrle bringen jahrzehntelange Erfahrung im PV-Technologietransfer mit und haben die GmbH Ende März 2026 in Freiburg ins Leben gerufen. Als erstes Großprojekt unterstützt NEXUS GreenTech den amerikanischen Solarzellenhersteller Talon PV beim Aufbau einer TOPCon-Pilot- und Fertigungslinie.
➤ Zum Artikel (Fraunhofer ISE)
Industriestrompreis wird eingeführt – Europäische Kommission genehmigt das Entlastungsinstrument für die energieintensive Industrie
Die Bundesregierung führt für die Jahre 2026 bis 2028 einen Industriestrompreis ein, der nach beihilferechtlicher Genehmigung durch die Europäischen Kommission nun in Kraft treten kann. Das Instrument setzt einen Zielpreis von 5 ct/kWh und entlastet strom- und handelsintensive Unternehmen aus 91 Sektoren – darunter Chemie, Glas und Halbleiterfertigung. Die Beantragung erfolgt durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Jahr 2027 und rückwirkend für 2026 .
Nachhaltigkeitsberichterstattung für Stadtwerke: Ein Werkzeug für die Zukunftssicherung
Die EU-Nachhaltigkeitsberichtspflichten wurden mit dem Omnibus-I-Paket deutlich eingeschränkt – künftig gilt die CSRD nur noch für Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden und über 450 Millionen Euro Umsatz, wodurch die meisten Stadtwerke formal entlastet werden. Dennoch empfiehlt BBH eine freiwillige, fokussierte Nachhaltigkeitsberichterstattung, da sie strategische Vorteile bei Risikomanagement, Kapitalzugang und Fachkräftegewinnung bietet. Im Mittelpunkt sollten Themen wie Energie- und Ressourceneffizienz, Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung stehen.