Die News der Woche aus KW 22 / 2026
KIT schließt Energiespeicher-Projekt StoRIES ab – SWLB berichtet vom Erfolg ihrer regionalen Wärme-Webseite – Bayern & BW fordern mehr Windkraft im Süden.
Energiespeicher für eine unabhängige Energieversorgung Europas
Das vom KIT koordinierte europäische Forschungsprojekt StoRIES wurde nach vier Jahren erfolgreich abgeschlossen und hat Strategien für hybride Energiespeichersysteme entwickelt. Die Forschenden zeigen, dass keine einzelne Technologie alle Anforderungen des Energiesystems erfüllen kann, weshalb eine intelligente Kombination aus Batterie-, Wärme- und Wasserstoffspeichern notwendig ist. Im Rahmen des Projekts entstand ein europaweites Netzwerk aus 250 Forschungseinrichtungen, das maßgeblich zur Resilienz und Unabhängigkeit Europas bei der Energieversorgung beiträgt.
Ein Jahr Wärme-Website: Hoher Zuspruch und inhaltliche Erweiterung
Ein Jahr nach dem Start der gemeinsamen Wärme-Website von SWLB sowie den Städten Ludwigsburg und Kornwestheim verzeichnet das Angebot eine hohe Nachfrage: Bis Ende März gingen über 1.000, inzwischen rund 1.200 Interessensbekundungen für Fernwärme ein. Die Rückmeldungen fließen direkt in die Ausbauplanung ein und führten bereits zu vorgezogenen Netzerweiterungen. Zudem wurde die Plattform um Wärmepumpenangebote ergänzt, da Fernwärme langfristig nicht flächendeckend verfügbar sein wird.
➤ Zum Artikel (Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim)
Bayern und Baden-Württemberg setzen sich für Ausbau der Windenergie ein
Bayern und Baden-Württemberg wollen gemeinsam über Bundesratsanträge Nachbesserungen an der geplanten EEG-Novelle erwirken, um den Windenergieausbau im Süden zu stärken. Konkret fordern die beiden Länder eine Erhöhung der jährlichen Ausschreibungsmenge auf 14.000 Megawatt, ein eigenes Zuschlagssegment für Süddeutschland mit mindestens 20 Prozent des Ausschreibungsvolumens sowie einen höheren Korrekturfaktor für windschwächere Standorte. Eine aktuelle Studie belegt, dass ein bevorzugter Windenergieausbau im Süden Netzkosten in Milliardenhöhe einsparen kann.
➤ Zum Artikel (Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg)