Die News der Woche aus KW 23 & 24 / 2026

Kreislaufwirtschaft, Solarausbau BW, E-Fuels, KI-Transparenz im Stromnetz & neue Datenmeldepflichten HEDWIG – Energienews aus Forschung und Regulierung.

Veröffentlicht: 18. Juni 2026 | Kategorie: Allgemein, News
Fraunhofer IAO

Fraunhofer IAO gewinnt Green Good Design Award

Das Fraunhofer IAO wurde gemeinsam mit der Schweizer Design Consulting GmbH mit dem Green Good Design Award 2026 ausgezeichnet – für das BMBF-geförderte Projekt CYCLOMETRIC, das ein Software- und Methodentool zur kreislauforientierten Produktentwicklung im Fahrzeugbereich entwickelt hat. Die Auszeichnung, die unter Hunderten Einreichungen aus 30 Ländern vergeben wird, würdigt innovative Ansätze für nachhaltiges Design. Das Projektergebnis zeigt, wie regulatorische Anforderungen der EU-Kreislaufwirtschaftsstrategie als Innovationstreiber genutzt werden können.

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Solar Cluster Baden-Württemberg

PV-Parks-Ausschreibung März 2026: Baden-Württemberg mit Solar-Cluster-Mitglieder stark vertreten

Bei der bundesweiten PV-Parks-Ausschreibung zum Gebotstermin 1. März 2026 sicherte sich Baden-Württemberg mit 45 Zuschlägen und rund 333 MW bundesweit den dritten Platz hinter Bayern und Niedersachsen. Besonders hervorzuheben ist die starke Beteiligung der Mitgliedsunternehmen des Solar Cluster Baden-Württemberg: Sie erhielten 25 der 45 Zuschläge mit einer Leistung von rund 322 MW – und damit mehr als die Hälfte der im Land vergebenen Kapazität. Die Ergebnisse unterstreichen die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der badenwürttembergischen Solarbranche.

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BBH – Becker Büttner Held

BNetzA veröffentlicht Festlegungsentwurf „HEDWIG“: Neue weitreichende Datenmeldepflichten für die Energiewirtschaft

Die Bundesnetzagentur hat mit dem Festlegungsentwurf „HEDWIG“ umfangreiche neue Datenmeldepflichten für Energieversorger, Netzbetreiber und weitere Marktteilnehmer vorgelegt: Künftig sollen Strom-, Gas- und Wasserstoffdaten viertelstündlich in standardisierten JSON-Formaten an einen zentralen Data Hub übermittelt werden – rückwirkend ab dem 1. Januar 2022. Kritiker bemängeln den erheblichen technischen und administrativen Aufwand sowie ungelöste Fragen zu Datenschutz und IT-Sicherheit. Unternehmen sollten ihre Daten- und IT-Strukturen frühzeitig auf Anpassungsbedarf prüfen.

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Fraunhofer ISE

Baden-Württemberg hat Potenzial für eigene nachhaltige Kraftstoffherstellung

Das Projekt „E-Fuels fürs LÄND“ des Fraunhofer ISE untersuchte, wie E-Fuels mit maximaler regionaler Wertschöpfung in Baden-Württemberg hergestellt werden können – mit belastbaren Geschäftsmodellen und einem schnellen Markthochlauf. Die Studie zeigt, dass das Bundesland grundsätzlich das Potenzial hat, nachhaltige synthetische Kraftstoffe lokal zu produzieren. Damit rückt eine heimische E-Fuel-Wertschöpfungskette als Beitrag zur Energiewende und Versorgungssicherheit in greifbare Nähe.

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KIT – Karlsruher Institut für Technologie

Erklärbare KI für Energiesysteme

Forschende des KIT haben die Methode „SHAPformer“ entwickelt, die KI-gestützte Zeitreihenvorhersagen für Energiesysteme – etwa zu Stromverbrauch und -preisen – deutlich transparenter macht. Das Verfahren kombiniert Transformer-Modelle mit spieltheoretischen SHAP-Methoden und integriert die Erklärbarkeit direkt in den Trainingsprozess, was den Rechenaufwand senkt und die Genauigkeit erhält. Trainiert mit realen TransnetBW-Daten, erfüllt der Ansatz auch die Transparenzanforderungen des EU AI Acts für kritische Infrastrukturen. Die Ergebnisse wurden in Nature Communications veröffentlicht.

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