Die News der Woche aus KW 27 / 2026
Neues von unseren Mitgliedern und rund um Smart Grids – Die News aus KW 27 von diesen Mitgliedern: MVV Enamics, Netze BW, ZSW, dena und KIT.
Netze BW stärkt Versorgungssicherheit mit mobiler Leitstelle für Krisenfälle
Netze BW hat eine neue mobile Leitstelle in Betrieb genommen, die bei Unwettern, Hochwasser und großflächigen Stromausfällen die Steuerung von Entstörungseinsätzen direkt vor Ort ermöglicht. Die Idee für die rund 7,5 Meter lange Einsatzzentrale entstand aus den Erfahrungen der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021, als Kommunikation und Infrastruktur großflächig ausfielen. Die Leitstelle verfügt über drei Arbeitsplätze, unabhängige Stromversorgung sowie Satelliten- und Funktechnik und wird künftig in ganz Baden-Württemberg eingesetzt.
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Rekord: Erneuerbare decken 58 Prozent des Stromverbrauchs im 1. Halbjahr 2026
Erneuerbare Energien deckten im ersten Halbjahr 2026 einen Rekordanteil von 58 Prozent des deutschen Stromverbrauchs, wie Berechnungen von ZSW und BDEW zeigen. Der Anstieg ist vor allem auf eine deutlich höhere Windstromerzeugung an Land und auf See zurückzuführen, während auch Photovoltaik und Zubauzahlen weiter zulegten. BDEW und ZSW mahnen zugleich schnellere Gesetzgebung bei EEG und WindSee-Gesetz an, damit die Ausbaudynamik anhält.
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Data Spaces für die Energiewende nutzen
Rund 50 Akteure aus Energie- und Digitalwirtschaft fordern in einem von der dena veröffentlichten Impulspapier den Aufbau von Data Spaces für den Energiesektor. Solche Datenräume sollen einen sicheren, standardisierten Datenaustausch ermöglichen, Prozesse automatisieren und so die Energiewende beschleunigen sowie Kosten senken. Vier zentrale Handlungsempfehlungen sollen den Weg von Pilotprojekten hin zu einem wirtschaftlich tragfähigen Regelbetrieb bis 2032 ebnen.
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Spatenstich für nachhaltige Wärme- und Kälteanlage
Die Altmark-Käserei Uelzena hat gemeinsam mit MVV Enamic den Spatenstich für eine neue Wärme- und Kälteanlage am Standort Bismark gesetzt. Die Anlage aus Kältezentrale, Wärmepumpen und Eisspeichern soll den Erdgasverbrauch um rund 90 Prozent und die CO2-Emissionen um etwa 6.000 Tonnen jährlich senken. MVV Enamic übernimmt Planung, Bau, Finanzierung sowie für zwölf Jahre den Betrieb und das Energiemanagement der Anlage.
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Szenarien für eine neue „Eisenzeit“: Eisen ergänzt Wasserstoff als Energieträger
Eine KIT-Studie zeigt, dass Eisenpulver künftig als chemischer Langzeitenergiespeicher dienen könnte, indem es CO2-neutral verbrannt und mithilfe von erneuerbarem Wasserstoff wieder regeneriert wird. Simulationen bis 2050 zufolge ersetzt der Eisenkreislauf die wasserstoffbasierte Stromerzeugung nicht, ergänzt sie aber sinnvoll, insbesondere in Ländern mit begrenzter Wasserkraft oder Wasserstoffspeicherung. Da sich bestehende Kohlekraftwerke teilweise auf Eisenfeuerung umrüsten ließen, sehen die Forschenden gerade in Deutschland ein hohes Potenzial.
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