Die News der Woche aus KW 30 / 2026

Klimaschutz-Level 4 am Flughafen Stuttgart, digitale Verteilnetze, Moor-PV-Handreichung, 99 postfossile KIT-Projekte, stabile Fernwärmepreise und neue Netzqualitäts-Karte der Bundesnetzagentur.

Veröffentlicht: 27. Juli 2026 | Kategorie: Allgemein, News
Flughafen Stuttgart

Flughafen Stuttgart erreicht nächstes Level bei Klimaschutz-Initiative

Der Flughafen Stuttgart hat im internationalen Klimaschutzprogramm Airport Carbon Accreditation erstmals Level 4 erreicht. Damit reduziert er nicht nur die eigenen Emissionen konsequent, sondern bindet auch Partner am Standort aktiv in die Emissionsminderung ein, etwa bei der Elektromobilität im Ground Handling. Mit der Klimastrategie STRzero strebt der Flughafen bis 2040 Netto-Treibhausgasneutralität bei den Emissionen aus eigenem Betrieb an.

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BBH

Warum Verteilnetze ganzheitlich digitalisiert werden müssen

Photovoltaik, Wärmepumpen und E-Autos verschieben Lastspitzen zunehmend in die Verteilnetze, während die Bundesnetzagentur mit der Qualitätsregulierung messbare Digitalisierungsindikatoren fordert. Becker Büttner Held stellt dazu ein Acht-Bausteine-Modell vor, das von Anlagentechnik über Kommunikationsinfrastruktur und Datenplattform bis zu Netzsteuerung, -management, -planung und -betriebsführung reicht. Erst im Zusammenspiel aller Bausteine entfalten sie ihren vollen Nutzen, auch wenn fehlende Standards und Fachkräftemangel die Umsetzung erschweren. Wer jetzt ganzheitlich digitalisiert, priorisiert Investitionen gezielter und verschafft sich einen strategischen Vorsprung.

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Fraunhofer ISE

Neue Handreichung zu Moor-PV: Photovoltaik-Systeme auf wiedervernässten Moorböden

Das Fraunhofer ISE veröffentlicht gemeinsam mit dem Greifswald Moor Centrum, der Humboldt-Universität zu Berlin und weiteren Partnern eine Handreichung zu Moor-PV. Dabei handelt es sich um Photovoltaikanlagen auf wiedervernässten, zuvor für landwirtschaftliche Nutzung entwässerten Moorböden. Rund 70 Prozent der ehemals intakten Moore in Deutschland sind trockengelegt und verursachen knapp 7 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen. Moor-PV könnte die Wiedervernässung landwirtschaftlich attraktiver machen, zusätzliche Einnahmen für Landwirte schaffen und gleichzeitig den Flächendruck beim Photovoltaik-Ausbau verringern. Die Handreichung gibt praxisnahe Empfehlungen zu Planung, Umsetzung, Wartung und Rückbau.

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KIT

99 Projekte für eine postfossile Zukunft

Die neun Landesuniversitäten Baden-Württembergs, darunter das KIT, haben auf einer gemeinsamen Landespressekonferenz 99 Forschungsprojekte für eine postfossile Zukunft vorgestellt. Die KIT-Projekte reichen von der Herstellung synthetischer Kraftstoffe auf Offshore-Plattformen über neue Batteriematerialien jenseits von Lithium bis zur unterirdischen Speicherung von grünem Wasserstoff und supraleitenden Strombegrenzern für Hochspannungsnetze. Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und KIT-Präsident Jan S. Hesthaven betonten dabei die Bedeutung der Forschung für Klimaschutz und technologische Souveränität des Landes.

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VKU

Fernwärmepreise bleiben stabil: Transparenzplattform deckt inzwischen mehr als die Hälfte des deutschen Fernwärmemarktes ab

Der aktuelle Halbjahresbericht der Preistransparenzplattform Fernwärme zeigt, dass die Fernwärmepreise seit 2023 stabil bei durchschnittlich rund 16 Cent pro Kilowattstunde liegen. Die von AGFW, BDEW und VKU getragene Plattform erfasst inzwischen 710 Teilnetze und damit mehr als 50 Prozent des deutschen Fernwärmeabsatzes. Feste Preisanpassungszyklen, meist einmal jährlich zum Jahresbeginn, sorgen für Planbarkeit, während bereits 29 Prozent der erfassten Wärmeerzeugung aus klimafreundlichen Quellen stammen. Der VKU fordert dennoch ein umfassendes Wärmepaket der Bundesregierung, um den Ausbau weiter zu beschleunigen.

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Bundesnetzagentur

Bundesnetzagentur veröffentlicht Deutschlandkarte zur Versorgungsqualität der Verteilernetzbetreiber

Die Bundesnetzagentur hat eine Deutschlandkarte veröffentlicht, die die Versorgungsqualität der Stromverteilernetzbetreiber transparent macht. Die Karte zeigt unter anderem, wie schnell Netzanschlüsse hergestellt werden, wie digitalisiert der Netzbetrieb ist und wie viele Minuten Letztverbraucher im Schnitt von Versorgungsunterbrechungen betroffen sind. Präsident Klaus Müller erhofft sich davon Anreize für Verbesserungen bei Energiewendekompetenz und Digitalisierungsgrad der Netzbetreiber. Die Kennzahlen basieren aktuell auf Daten aus dem Jahr 2024 und werden künftig jährlich aktualisiert.

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