Die News der Woche aus KW 35 / 2026
Führungskräfte-Studie für Stadtwerke, Solarausbau am Flughafen Stuttgart, lösungsmittelfreie Tandemsolarzellen von Fraunhofer ISE und stromfreie Kühlung vom KIT – die Smart Grids-News der Woche im Überblick.
Stadtwerke Leadership Studie 2026: Jetzt teilnehmen
Die Stadtwerke Leadership Studie 2026 untersucht erstmals umfassend, wie Führung, Arbeitgeberattraktivität und Zusammenarbeit in kommunalen Unternehmen erlebt werden. Wissenschaftlich durchgeführt von der Universität St. Gallen und initiiert vom Mentoringprogramm CEO der Zukunft, befragt sie Geschäftsführungen, Personalverantwortliche und Beschäftigte gleichermaßen. Der VKU ruft seine Mitgliedsunternehmen zur Teilnahme bis zum 20. September 2026 auf, die Auswertung erfolgt anonymisiert durch die Universität St. Gallen.

Mehr Power für den STR: Neue Solaranlage in Planung
Der Flughafen Stuttgart plant eine neue Freiflächen-Solaranlage mit rund 31.000 Quadratmetern Fläche und etwa drei Megawatt Leistung westlich der Start- und Landebahn. Rechnerisch könnte die Anlage rund 1.000 Einfamilienhäuser versorgen und wird um einen Energiespeicher ergänzt, damit der erzeugte Strom möglichst selbst genutzt werden kann. Baustart ist im Herbst 2026, die Inbetriebnahme für Frühjahr 2027 geplant, ein zweiter Bauabschnitt östlich der Runway soll 2027 folgen.
➤ Zum Artikel (Flughafen Stuttgart)
Neuer Meilenstein für die Photovoltaik: Lösungsmittelfreie Tandemsolarzellen
Forschende des Instituts INATECH der Universität Freiburg und des Fraunhofer ISE haben eine neue Prozesskette für Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen entwickelt, die vollständig ohne Lösungsmittel auskommt. Die Perowskitschicht wird mittels physikalischer Gasphasenabscheidung und weiteren industriell skalierbaren Verfahren hergestellt, der Kristallisationsprozess wurde per In-situ-Röntgendiffraktometrie mit der MLU Halle untersucht. So gelang dem Team die weltweit erste vollständig lösungsmittelfrei hergestellte Perowskit-Silizium-Tandemsolarzelle, ein wichtiger Schritt für die künftige industrielle Umsetzung der Technologie.
➤ Zum Artikel (Fraunhofer ISE)
Stromfreie Festkörperkühlung: Aus Wärme wird Kälte
Forschende des KIT und der Universität Tsukuba haben ein wärmegetriebenes elastokalorisches Kühlsystem entwickelt, das ganz ohne Elektromotor auskommt. Zwei gekoppelte Nickel-Titan-Folien wandeln dabei thermische Energie zunächst in mechanische Arbeit und anschließend in messbare Kälte um, wodurch sich künftig Abwärme und Sonnenenergie für die Kühlung nutzen lassen. Im Prototyp erreichte das System bei 86 Grad Celsius Aktor-Temperatur einen messbaren Kühleffekt und funktionierte auch mit einer externen Wärmequelle von 130 Grad Celsius zuverlässig.