Die News der Woche aus KW 41 & 42 / 2026
Ausgewählte News von und für unsere Mitglieder – mit diesen Themen: Partnerschaften für ein starkes Stromnetz und für Datensicherheit, Neues aus der Forschung zu Großwärmepumpen und Lithiumgewinnung aus Tiefengeothermie.
Gemeinsam für ein starkes Stromnetz der Zukunft
Die Netze BW bleibt Betreiberin des Stromnetzes in Steinhausen an der Rottum, nachdem der Gemeinderat zugestimmt hat und Bürgermeister Hans-Peter Reck sowie die Netze BW den neuen Konzessionsvertrag unterzeichnet haben. Der Vertrag tritt am 1. Januar 2029 in Kraft, läuft 20 Jahre und regelt die Nutzung öffentlicher Flächen gegen eine jährliche Konzessionsabgabe. Parallel laufen Projekte wie eine neue Umspannstation am Schloßberg und die Anbindung eines Solarparks mit Batteriespeicher im Ortsteil Ehrensberg.
Digitale Souveränität für die Energiewirtschaft: VIVAVIS und TelemaxX bündeln Kräfte für den sicheren Betrieb kritischer OT-Anwendungen
VIVAVIS und TelemaxX haben am 7. Oktober 2026 eine Partnerschaft für den Betrieb kritischer OT-Anwendungen von Energieversorgern besiegelt. VIVAVIS verantwortet mit der Plattform V-Stack Architektur, Sicherheit und Service, während TelemaxX Rechenzentren, Cloud und Glasfasernetz ausschließlich in Deutschland bereitstellt. Die Lösung verzichtet bewusst auf internationale Hyperscaler und richtet sich an Stadtwerke, die die Anforderungen der NIS2-Richtlinie erfüllen müssen.
Fraunhofer ISE optimiert Wärmepumpen für Industrieprozesse und Wärmenetze
Das Fraunhofer ISE hat einen neuen Teststand für Hochtemperatur-Wärmepumpen aufgebaut, der Prozessdampf bis 160 °C sowie Druckheißwasser bereitstellen kann. Außerdem zeigte das Monitoring von fünf Großwärmepumpen in Fernwärmenetzen, dass diese im Betrieb zuverlässig arbeiten, wenn Komponenten, Regelung und Betriebsstrategie passend ausgelegt sind. Da Anlagen zunehmend nach Tagesprofilen laufen, steigen die Anforderungen an Start-Stopp-Zyklen, Verfügbarkeit und Service.
➤ Zum Artikel (Fraunhofer ISE)
Lithium: Im Oberrheingraben schlummert großes Potenzial
Die PEE BW verweist auf das große Potential des Thermalwassers der Tiefengeothermie-Standorte am Oberrhein. Dieses könnten Lithium für jährlich rund 150.000 Elektroautobatterien bereitstellen. Bereits zuvor hat die EnBW In Bruchsal in einem Pilotprojekt Lithium in Batteriequalität mit über 99,5 Prozent Reinheit gewonnen. Die Lithiumgewinnung ergänzt die Wärme- und Stromerzeugung der Tiefengeothermie, somit kann eine einzige geologische Ressource künftig gleich dreifach genutzt werden.