Die News der Woche aus KW 7/ 2026
Aktuelle News zum Thema Smart Grids: KRITIS-Dachgesetz, PV-Leistungsmessung, Kapazitätsmarkt, Photovoltaik-Ausschreibungen, PPA-Standardisierung und Windenergie-Faktencheck.
Der ZVEH befragt die Betriebe wieder zur wirtschaftlichen Situation sowie zur Bilanz der letzten sechs Monate.

Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke startet am 10. Februar 2026 seine traditionelle Frühjahrskonjunkturumfrage, um die wirtschaftliche Lage der E-Handwerke zu erfassen und Entwicklungen in neuen Geschäftsfeldern wie Photovoltaik und Wärmepumpen zu analysieren. Die anonyme Online-Umfrage läuft bis zum 20. Februar und dient als wichtiger Indikator für Auftragslage und Geschäftsentwicklung der letzten sechs Monate. Die Ergebnisse unterstützen die Interessenvertretung auf nationaler und europäischer Ebene und helfen bei der Entwicklung gezielter Service- und Schulungsangebote für Innungsfachbetriebe.
Mehr Informationen: Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg
Das KRITIS-Dachgesetz: Neue Pflichten für Betreiber kritischer Anlagen
Am 29. Januar 2026 hat der Bundestag das KRITIS-Dachgesetz beschlossen, das die physische Sicherheit kritischer Anlagen regelt und das kürzlich in Kraft getretene NIS2-Umsetzungsgesetz ergänzt. Die Geschäftsführer betroffener Unternehmen werden persönlich in die Verantwortung genommen und müssen Resilienzmaßnahmen umsetzen. Betroffen sind Betreiber kritischer Anlagen in Sektoren wie Energie, Wasser, IT, Telekommunikation und Siedlungsabfallentsorgung, die sich innerhalb von drei Monaten registrieren und regelmäßige Risikoanalysen durchführen müssen.
Mehr Informationen: BBH
Laborübergreifender Vergleich belegt höchste Präzision bei der Leistungsmessung von PV-Modulen
Das Fraunhofer ISE hat in einem internationalen Vergleichstest höchste Präzision bei der Leistungsmessung von Photovoltaik-Modulen nachgewiesen. Der laborübergreifende Test bestätigt die Messgenauigkeit verschiedener Kalibrierlabore weltweit. Diese Präzision ist entscheidend für die Qualitätssicherung in der PV-Industrie und schafft Vertrauen bei Herstellern und Investoren in die Leistungsangaben von Solarmodulen.
Mehr Informationen: Fraunhofer ISE
Einführung eines zentralen Kapazitätsmarktes für Back-up-Strom
Energieministerin Thekla Walker plädiert für die Einführung eines zentralen Kapazitätsmarktes nach belgischem Modell, um die Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten. Dieser Markt würde steuerbare Kapazitäten absichern und Investitionen in Backup-Kraftwerke anreizen, während er gleichzeitig Klimaneutralität, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit zusammendenkt. Das belgische Modell ist bereits EU-genehmigt und hat sich in der Praxis bewährt, was eine schnellere Implementierung in Deutschland ermöglichen würde.
Mehr Informationen: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Verdopplung der eingereichten Gebote für PV-Freiflächenanlagen zum Gebotstermin 1. Dezember 2025

Die Bundesnetzagentur verzeichnete beim Gebotstermin am 1. Dezember 2025 eine Verdopplung der eingereichten Gebote für PV-Freiflächenanlagen im Vergleich zur Vorrunde. Bei einem ausgeschriebenen Volumen von 2.328 MW wurden 634 Gebote mit einem Gesamtvolumen von 5.247 MW eingereicht, von denen 262 Gebote mit 2.341 MW einen Zuschlag erhielten. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert liegt bei 5,00 ct/kWh und damit leicht über dem Niveau der Vorrunde von 4,84 ct/kWh.
Mehr Informationen: Bundesnetzagentur
Standardisierung im deutschen PPA-Markt vorantreiben
Die Marktoffensive Erneuerbare Energien hat ein Vertragsmuster für virtuelle Power Purchase Agreements veröffentlicht, um den deutschen PPA-Markt zu standardisieren und den Zugang für Unternehmen zu erleichtern. Virtuelle PPAs ermöglichen die Absicherung gegen Strompreisrisiken und die Übertragung von Herkunftsnachweisen ohne direkte Stromlieferung, wobei Preisdifferenzen bilateral ausgeglichen werden. Das Vertragsmuster wird durch Begleitdokumente ergänzt, die rechtliche Aspekte und Bilanzierungsfragen behandeln, um den ungeförderten Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben.
Mehr Informationen: Deutsche Energie-Agentur (dena)
Erneuerbare BW veröffentlicht Faktencheck zur Windenergie
Erneuerbare BW hat einen Faktencheck zur Windenergie mit dem Titel „Klartext zur Windenergie“ veröffentlicht, der verbreitete Behauptungen rund um Windenergieanlagen wissenschaftlich einordnet. Die Publikation behandelt zentrale Fragestellungen aus den Bereichen Naturschutz, Gesundheit, Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit sowie Technik und Genehmigung, darunter Themen wie Infraschall, Mikroplastik und CO₂-Bilanz. Ziel ist es, die öffentliche Diskussion zu versachlichen und Kommunen sowie Bürgern eine fundierte Informationsgrundlage zur Verfügung zu stellen.
Mehr Informationen: KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg
Zumeldung: Erfolg im Handwerk braucht gezielte Unterstützung für die Energiewende

Die Handwerkskammer Karlsruhe meldet Rekordzahlen bei Auszubildenden, besonders in Berufen wie Elektroniker und Anlagenmechaniker, die die Energiewende aktiv mitgestalten wollen. Das neue Projekt AZUWA von fokus.energie unterstützt Betriebe dabei, die Attraktivität als Ausbildungsbetrieb zu steigern und Azubis gezielt für innovative Energietechnologien zu begeistern. Das Projekt hilft KMU in der Region Karlsruhe bei modernen Recruiting-Strategien und der langfristigen Bindung von Auszubildenden, um die Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend digitalen Umfeld zu sichern.
Mehr Informationen: fokus.energie e.V.