Die News der Woche aus KW 9/ 2026

Aktuelle News zum Thema Smart Grids: Fernwärme-Transparenz wächst, MiSpeL öffnet Speichermarkt, terranets bw treibt Leitungsausbau voran – Baden-Württemberg beschleunigt Windkraft-Genehmigungen.

Veröffentlicht: 2. März 2026 | Kategorie: Allgemein, News

Preistransparenzplattform Fernwärme wächst weiter

VKU

Die Preistransparenzplattform Fernwärme bildet inzwischen 698 Teilnetze mit über 60.000 GWh Wärmeabsatz und rund 26.300 km Netzlänge ab und setzt damit ein starkes Zeichen für Transparenz im Wärmemarkt. Die gemeinsam von VKU, AGFW und BDEW betriebene Plattform weist zudem einen erneuerbaren Energienanteil von 29 Prozent aus – ein Indikator für den fortschreitenden Umbau der Wärmeerzeugung. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erwägt darüber hinaus, eine verpflichtende Teilnahme einzuführen, um flächendeckend mehr Transparenz im Fernwärmemarkt zu schaffen.

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MiSpeL-Entwurf der BNetzA: Das Ende des „Dornröschenschlafs“ für Speicher und Ladepunkte

BBH

Die Bundesnetzagentur hat mit dem MiSpeL-Festlegungsentwurf die Grundlage für eine EEG-Förderung von Strom aus Batteriespeichern und Ladepunkten geschaffen, die auch in Kombination mit Netzstrom betrieben werden. Künftig werden zwei neue Optionen zur Marktintegration eingeführt: die Abgrenzungsoption für Großbatteriespeicher, die eine rechnerische Trennung von „grauem“ und „grünem“ Strom ermöglicht, sowie die Pauschaloption für Kleinanlagen bis 30 kWp. Die endgültige Festlegung muss bis zum 1. Juli 2026 in Kraft treten.

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Dritter Planfeststellungsantrag bei Behörde eingereicht

terranets bw

terranets bw hat am 24. Februar 2026 dem Regierungspräsidium Darmstadt den dritten Planfeststellungsantrag für die Spessart-Odenwald-Leitung (SPO) übergeben. Der rund 35 Kilometer lange Abschnitt „Hessen Süd“ führt von Herchenrode im Modautal bis nach Lampertheim bei Mannheim und ist wasserstofftauglich ausgelegt. Parallel zum Genehmigungsverfahren startet das Unternehmen mit dem Erwerb von Wege- und Leitungsrechten entlang der Trasse.

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Schnellere Genehmigungen für Windkraftanlagen durch Digitalisierung

Umweltministerium Baden-Württemberg

Im Jahr 2025 wurden in Baden-Württemberg 100 Windenergieanlagen mit einer Rekordleistung von 660 Megawatt genehmigt, während über 1.000 neue Anlagen beantragt wurden. Digitalisierungsprojekte wie KI-gestützte Vollständigkeitsprüfungen, automatisiertes Einwendungsmanagement und digitale Verfahrensassistenten sollen die Bearbeitungszeiten weiter verkürzen. Die Landesregierung fordert zudem vom Bund eine Erhöhung des EEG-Ausschreibungsvolumens um 30 Prozent, um die Investitionssicherheit zu stärken.

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