Umfrage von Innung SHK Berlin und Fraunhofer ISE: Weniger Schäden an Wärmepumpen nach Berliner Stromausfall als zunächst angenommen
Eine aktuelle Umfrage der Innung SHK Berlin und des Fraunhofer ISE zeigt: Durch präventive Maßnahmen blieben Schäden an Wärmepumpen während des Berliner Stromausfalls deutlich hinter den Befürchtungen zurück.
Vom 3. bis 7. Januar 2026 führte ein Brandanschlag zu einem 100-stündigen Stromausfall im Berliner Südwesten, der 45.000 Haushalte, Gewerbebetriebe und Kritische Infrastruktur betraf. Eine gemeinsame Umfrage der Innung SHK Berlin und unserem Mitglied, dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) unter Berliner Fachbetrieben ergab, dass nur etwa 10 % der Wärmepumpenanlagen Schäden aufwiesen – vor allem an Rohrleitungen im Außenbereich oder am Lüftertopf. Wärmetauscher blieben intakt, Totalschäden oder sicherheitskritische Vorfälle mit Kältemitteln traten nicht auf.
Präventive Maßnahmen wie das Ablassen von Wasser oder das Einrichten hydraulischer Brücken erwiesen sich als entscheidend. Fachbetriebe und Industrie hielten während des Ausfalls engem Kundenkontakt und führten gezielte Vor-Ort-Services durch. Regelmäßige Wartung reduzierte das Schadensrisiko zusätzlich. Die Ergebnisse fließen nun in einen praxistauglichen Leitfaden ein, der Betreiber und Handwerker auf künftige Stromausfälle vorbereiten soll.
Die Umfrage entstand im Rahmen des BMWE-geförderten Forschungsprojekts WESPE, das sich mit dem effizienten Einbau von Wärmepumpen befasst. Die Erkenntnisse unterstreichen die Resilienz moderner Wärmepumpensysteme bei adäquater Vorbereitung und Wartung.
Quelle
- Fraunhofer ISE: Umfrage von Innung SHK Berlin und Fraunhofer ISE zum Berliner Stromausfall zeigt: Weniger Schäden an Wärmepumpen als zunächst angenommen (12.02.2026)
- Innung SHK Berlin: Umfrage von Innung SHK Berlin und Fraunhofer ISE (13.02.2026)