Rückblick: Smart Grids-Gespräche „Smarte Quartiere“

Am 25.03.2021 fanden die Smart Grids-Gespräche zum Themenbereich „Smarte Quartiere“ statt.

Veröffentlicht: 26. März 2021 | Kategorie: Allgemein, Blog | Autor / Autorin: Julia Müller

Rückblick: Smart Grids-Gespräche – „Smarte Quartiere: Welchen Beitrag leisten diese zur kommunalen Energiewende?“

Smarte Quartiere gelten als zentrale Bausteine einer intelligent vernetzten Energieversorgung. Welchen Beitrag leisten sie jedoch konkret zur kommunalen Energiewende? Diese Frage diskutierten wir am 25.03.2021 im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe der Smart Grids-Gespräche.

Nach einleitenden Worten von Dietmar Miller (Ansprechpartner der Kompetenzstelle „Smarte Quartiere“ der Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V.) stellten Dr. Jann Binder (Vorstandsvorsitzender SmartGridsBW) sowie Dr. Christoph Schlenzig (Seven2one Informationssysteme GmbH) den plattformeigenen Arbeitskreis „Smarte Quartiere“ vor.

Auch an dieser Stelle möchten wir Sie herzlich dazu einladen – die Kick-Off-Sitzung findet am 14.04.2021 statt. Ziel ist es, eine „Landkarte“ auf dem Weg zum smarten Quartier zu entwickeln. Um eine Anmeldung wird gebeten. Teilnahmeinteressierte können sich bei organisatorischen und inhaltlichen Fragen an Dietmar Miller wenden.

Anschließend eröffnete Dr. Heiko Lünser (Leiter des Referats 65 Netze und Speicher im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg) mit einem Impulsvortrag den inhaltlichen Teil der Veranstaltung. Dabei ordnete er Smarte Quartiere in den Gesamtzusammenhang des Energiesystems ein und bezeichnete Smart Meter als Sensoren, welche das Energiesystem braucht, um bei einem hohen Grad volatiler Einspeisung Transparenz zu erlangen.

Im Anschluss sprach Dr. Max Peters (Leiter des Kompetenzzentrums Wärmewände der KEA-BW) über kommunale Wärmeplanung. Diese sei eine Daueraufgabe und leiste einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende. Zudem sei die Wärmeplanung die Leitplanke für die Detailplanung im Quartier. Zur Vereinfachung der praktischen Anwendung stellte Peters zudem den Handlungsleitfaden „Kommunale Wärmeplanung“ der KEA-BW vor.

In seinem Vortrag „Smarte Quartiere in kleinen Kommunen – wie geht das?“ betonte Jürgen Arnold (Innovations- und Technologieberatung), dass die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende im Wesentlichen von kommunalen Aktivitäten bestimmt wird. Anschließend stellte er zentrale Schritte vor, um smarte Quartiere auch in kleinen Kommunen umsetzen zu können: So müsse unter anderem die Förderung in diesem Bereich ausgebaut, Gesetze und Richtlinien mit motivierender Wirkung geschaffen und digitale, standardisierte und integrierte Tools auf Landesebene bereitgestellt werden.

Mit dem Projekt „Smart East“ stellten Manuel Lösch (Forschungszentrum Informatik FZI) und Dr. Christoph Schlenzig (Seven2one Informationssysteme GmbH) ein bereits gestartetes Projektvorhaben in Karlsruhe vor. Dieses sieht die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme, Kälte und Mobilität und ein integriertes Energiemanagement vor.  Schwerpunkte der Projektarbeit sind die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Dienstleistungen für Smarte Quartiere, Klimaschutz, Digitalisierung sowie die Partizipation energiewendespezifischer Akteure, aber auch der Bürgerinnen und Bürger im Quartier.

Präsentation Smart East bei Smart Grids-Gesprächen am 25.03.2021

Im letzten Vortrag der Veranstaltung stellte Steffen Klingler (KOP GmbH) die Wohn- und Servicegebäudeanlage „Smart Living Weinstadt“ als Quartiersbaustein vor. Er stellte dabei das Gebäude selbst als wesentlichen Bestandteil von Quartieren ins Zentrum und appellierte dafür, dieses als Kern der Energieinfrastruktur im Quartier zu denken und zu planen. Dabei demonstrierte er, wie Versorgungssicherheit, Klimapositivität und Wirtschaftlichkeit sich schon auf Gebäudeebene abbilden lassen.

Während der laufenden Vorträge konnten die Teilnehmenden Fragen einreichen. Diese wurden den Referierenden dann am Anschluss an die Vorträge gestellt. Wir freuen uns sehr über die interessanten Inputs, die vielen Denkanstöße und danken allen Referierenden und Teilnehmenden für ihr Engagement.

Die freigegebenen Vortragsfolien finden Sie hier zum Download.