„Smart Grids sind sehr wichtig für die Flexibilität des künftigen Systems“

Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg im Interview mit unserem Vorstandsmitglied Dr. Albrecht Reuter und Walter Beck (IHK Region Stuttgart).

Veröffentlicht: 22. April 2022 | Kategorie: Allgemein, News | Autor / Autorin: Julia Müller
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Die Energiewende soll mit Hochdruck vorangetrieben werden – auf Bundes- wie auf Landesebene. Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg sprach im Interview mit unserem Vorstandsmitglied Dr. Albrecht Reuter (Fichtner IT Consulting GmbH) und Walter Beck (IHK Region Stuttgart) über die Situation in Baden-Württemberg. Angesprochen wurde neben der geplanten Klimaneutralität Baden-Württembergs bis 2040 und der Rolle von Wasserstoff im künftigen Energiesystem auch der Themenbereich „Smart Grids“.

Dabei gab die Ministerin einen Einblick in geplante Maßnahmen. So solle die Gasversorgung in Baden-Württemberg für die kommenden Winter angepasst und eine Diversifizierung der Lieferanten angestrebt werden. Zudem müsse der Ausbau der Erneuerbaren schneller vorangetrieben werden, die Energiewende müsse schneller kommen. Bis 2040 strebt Baden-Württemberg Klimaneutralität an. Bereits jetzt besitze das Land die Technologien, um dieses Ziel zu erreichen, so die Ministerin. Die Politik müsse die entsprechenden Rahmenbedingungen setzen, die Umsetzung sei jedoch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Ziel sei ein Energiesystem, in welchem Kraftwerkskapazitäten flexibel genutzt werden können. Dabei sollen die Kraftwerke kurzfristig mit Gas, langfristig jedoch mit Wasserstoff betrieben werden. In Baden-Württemberg arbeite aktuell eine Task Force daran, Verfahren zum Ausbau von Erneuerbaren zu verbessern und zu beschleunigen. Dabei sollen auch Bürgerinnen und Bürger stärker beteiligt werden. Insgesamt solle schneller geprüft und Genehmigungsprozesse schneller abgeschlossen werden.

Zum Thema „Smart Grids“ sagte die Ministerin: „Smart Grids sind sehr wichtig für die Flexibilität des künftigen Systems. Sie gewährleisten, dass die Energie aus erneuerbaren Quellen, die ja fluktuiert, optimal und effizient eingesetzt werden kann.“ Dabei sei Effizienz neben dem Ausbau der Erneuerbaren, der Elektrifizierung und dem Themenbereich „Wasserstoff“ eine der vier Säulen der baden-württembergischen Energiewende.

Das ganze Interview sowie einen kurzen Video-Einblick in das Gespräch finden Sie unter diesem Link.

 

Quelle

Magazin Wirtschaft der IHK Region Stuttgart: „Mit dem bisherigen Tempo werden wir es nicht schaffen“ (2022).

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