Referentinnen und Referenten

Eine Übersicht der Vortragsinhalte der Smart Grids-Gespräche am 21.07.2021 sowie eine Kurzvorstellung der Referentinnen und Referenten.

Veröffentlicht: 18. Juni 2021 | Kategorie: Allgemein

Am 21.07.2021 fanden die Smart Grids-Gespräche zum Thema „E-Mobilität: Gesamtwertschöpfung bei der Integration von Ladeinfrastruktur in die Verteilnetze“ statt. Hier finden Sie eine Übersicht über die Vortragsinhalte, die freigegebenen Vortragsfolien zum Download sowie eine Kurzvorstellung der Referentinnen und Referenten.

 

Dr. Ulrich Maurer: Impulsbeitrag

Kurzlebenslauf Dr. Ulrich Maurer

 

Markus Wunsch: Welche Handlungsfelder gilt es bei der Netzintegration der Elektromobilität für einen Netzbetreiber zu berücksichtigen?

Die Anzahl an E-Fahrzeugen steigt in Deutschland aktuell so schnell wie noch nie zuvor. Noch im Laufe des Jahres werden über eine Million Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen unterwegs sein. Infolgedessen sollen bis 2030 eine Million Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum geschaffen werden, zuhause und am Arbeitsplatz sogar noch deutlich mehr. Beides stellt unser Stromnetz vor beachtliche Herausforderungen. Der Vortrag differenziert diese Herausforderungen für den Verteilnetzbetrieb, zeigt die wesentlichen Handlungsfelder und beschreibt die Erfolgsfaktoren für eine kundenzentrierte und erfolgreiche Integration der Elektromobilität in das Stromnetz.

Kurzlebenslauf Markus Wunsch

 

Anatolij Kasnatscheew: Status Quo und Ausbau-Planung sowie die Rolle Baden-Württembergs

Die Anzahl der privaten und öffentlich zugänglichen Ladepunkte wächst Monat für Monat mit steigenden Raten. Gleichzeitig muss man sich fragen, ob diese Entwicklung derjenigen der E-PKW standhält. Verschiedene Programme des Bundes und des Landes unterstützen diese Entwicklung – nicht nur durch Fördermittel. Diese Aktivitäten, einschließlich des Engagements der e-mobil BW, werden in ihren wesentlichen Zügen vorgestellt.

Kurzlebenslauf Anatolij Kasnatscheew

 

Thomas Bürkle: Die künftige Immobilie mit Wallbox, Batteriespeichern, PV-Anlage und Elektrowärmepumpe als aktive Energiezelle

Thomas Bürkle beschreibt in seinem Vortrag die derzeitigen Entwicklungen bei der Stromerzeugung, -speicherung und intelligenten Nutzung in den Immobilien aus Sicht der E-Handwerke. Er wird insbesondere die Rolle der Prosumer und deren Teilhabe an den dezentralen Energiezellen sowie die notwendigen Schritte zur Verknüpfung der Immobilien mit einem Smart Grid ansprechen.

Kurzlebenslauf Thomas Bürkle

 

Kathrin Walz: Netzintegration von Elektromobilität in der Logistikbranche – Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus dem Forschungsprojekt FELSeN

Der Einsatz alternativer Antriebe beschäftigt zunehmend den Wirtschaftsverkehr und mit ihm die stetig wachsende Logistikbranche. Noch ist unklar, inwieweit das Laden elektrischer Fahrzeuge die Prozesse und den Netzanschluss von Logistikzentren beeinflussen werden. Auch der Ladebedarf elektrischer Wirtschaftsfahrzeuge und dessen Deckung durch Erneuerbare Energien ist noch wenig untersucht worden. Daher beschäftigten sich das Institut für Energieübertragung und Hochspannungstechnik und das Institut für Fördertechnik und Logistik der Universität Stuttgart gemeinsam mit Partnern aus Netz- und Logistikbranche – der Firma Häfele, dem Intralogistik-Netzwerk in Baden-Württemberg sowie der Netze BW – im interdisziplinären Forschungsprojekt FELSeN mit einer flexiblen Energieversorgung von Logistikzentren unter Berücksichtigung von Elektromobilität und Erneuerbaren Energien. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, wie sich Ladevorgänge elektrischer Lkw auf den Lastgang eines Logistikzentrums auswirken können, welche Hochlaufszenarien möglich sind und wie der Einfluss auf das Stromnetz reduziert werden kann.

Kurzlebenslauf Kathrin Walz

 

Dr. Ulrich Maurer

Abteilungsleiter Energiewirtschaft, Umweltministerium Baden-Württemberg

Dr. Ulrich Maurer studierte Chemie an der Technischen Hochschule in Karlsruhe mit anschließender Promotion im Fach Physikalische Chemie. Seit fast 30 Jahren arbeitet er in der Umweltverwaltung des Landes Baden-Württemberg in verschiedenen Stationen. Beginnend in den technischen Fachbehörden des Wasserwirtschaftsamtes Waldshut und der Gewerbeaufsichtsämter Karlsruhe und Mannheim setze er seine Berufslaufbahn im Umweltministerium in Stuttgart in verschiedenen Stationen und Aufgaben fort. In Führungsverantwortung arbeitete er als stellvertretender Referatsleiter für Nachhaltigkeit und Umweltpolitik, danach im Bereich Energieeffizienz von Gebäuden, um danach das Referat für Internationales zu leiten und dort das Klimabündnis Under2-Coalition mit aufzubauen. Bevor er im März 2021 zum Leiter der Energieabteilung und Nachfolger von Karl Greißing berufen wurde, leitete er an der Landesanstalt für Umwelt die IT-Abteilung, das Kompetenzzentrum für Umweltinformatik.

Markus Wunsch

Leiter Netzintegration Elektromobilität, Netze BW GmbH

Markus Wunsch absolvierte am Karlsruher Institut für Technologie das Masterstudium Wirtschaftsingenieurwesen. Seinen Berufseinstieg fand er danach im Konzerntraineeprogramm der EnBW. Nach dabei gesammelten Erfahrungen in der gesamten Wertschöpfungskette des Konzerns, folgte für drei Jahre im sogenannten Digital Office der EnBW die Arbeit im Bereich der digitalen Transformation. Gemeinsam mit den technischen Bereichen der EnBW lag dabei der Schwerpunkt auf der Entwicklung digitaler Geschäftsstrategien und der Initiierung sowie Operationalisierung digitaler Initiativen.

Seit März 2020 leitet Markus Wunsch die Aktivitäten der Netze BW rund um die Netzintegration der Elektromobilität. Dabei stehen die Herausforderungen der Mobilitätswende aus Sicht eines regulierten Verteilnetzbetreibers im Fokus.

Anatolij Kasnatscheew

Referent für Ladeinfrastruktur bei der Landesagentur e-mobil BW GmbH

Anatolij Kasnatscheew studierte zwischen 2007 und 2014 Volkswirtschaftslehre an der WWU Münster und Verkehrswirtschaft an der TU Dresden. Für ein EU-Projekt im Bereich der Ökonomie der Verkehrssicherheit war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Bundesanstalt für Straßenwesen aktiv. Im Anschluss wechselte er 2019 zur e-mobil BW und beschäftigt sich nun mit den wirtschaftlichen, politischen und technischen Aspekten der Ladeinfrastruktur. Die abwechslungsreiche und spannende Tätigkeit besteht hierbei aus der Zusammenarbeit mit Ministerien und Agenturen (Land, Bund), aus der Vernetzung zwischen Kommunen und Unternehmen, sowie aus der Initiierung und Betreuung von Projekten.

Thomas Bürkle

Präsident des Fachverbands Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg

Thomas Bürkle wurde 1965 in Stuttgart geboren. Im Anschluss an Abitur, Wehrdienst und Elektromaschinenbauer-Gesellenausbildung studierte er von 1988 bis 1992 Elektrische Energietechnik an der Fachhochschule Esslingen. Nach dem Studium begann er seine berufliche Laufbahn im Familienunternehmen Bürkle + Schöck in Stuttgart. Seit 2000 hat er die Technische Geschäftsleitung der Bürkle + Schöck Gruppe, mit Spezialisierung auf die Bereiche Transformatoren, Drosseln, Stromversorgungen, Filter und Powerquality inne und ist darüber hinaus aktuell als persönlich haftender Gesellschafter der Bürkle + Schöck KG, Geschäftsführer der Bürkle + Schöck Elektro GmbH sowie Geschäftsführer der Bürkle + Schöck Sicherheits- und Energiespar-Technik GmbH tätig.

Sein Ehrenamt beim Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg (FV EIT BW) begann 2003 als stellvertretender Landesfachgruppenleiter im Fachbereich Elektromaschinenbau. Er wurde 2009 zum Landesinnungsmeister gewählt und hat seit Juli 2013 das Amt des Präsidenten des FV EIT BW inne.

Darüber hinaus ist er ehrenamtlich als stellvertretender Obermeister der Innung für Elektro- und Informationstechnik Stuttgart, als Vizepräsident beim Bundesverband ZVEH und als stellvertretendes Vorstandsmitglied der Berufsgenossenschaft Energie-Textil-Elektro-Medienerzeugnisse BG ETEM für die E-Handwerke tätig. Er ist seit 2016 Vorsitzender des Beirates der e-mobil GmbH, seit 2018 Vizepräsident der Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände e.V, Vorsitzender des Unternehmerverbands Handwerk Baden-Württemberg und Vizepräsident des Baden-Württembergischen Handwerkstags und vielen weiteren Institutionen ehrenamtlich engagiert.

Kathrin Walz

Akademische Mitarbeiterin, Institut für Energieübertragung und Hochspannungstechnik (IEH), Universität Stuttgart

Kathrin Walz studierte an der Universität Stuttgart Elektro- und Informationstechnik im Schwerpunkt Energie- und Automatisierungstechnik. Seit 2 Jahren arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Energieübertragung und Hochspannungstechnik in Stuttgart. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt dabei auf der Netzintegration von Elektromobilität besonders im Bereich des Wirtschaftsverkehrs. Im Rahmen des vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderten Forschungsprojekts FELSeN beschäftigte sie sich mit den Herausforderungen von Elektromobilität an Logistikzentren und entwickelte eine neue Methodik zur Berücksichtigung von Ladevorgängen elektrischer Lkw in der Netzplanung.