Rückblick: Workshop zum Monitoring 2026 der SG-Roadmap BW 2.0
Mehr als 160 baden-württembergische Akteure beteiligen sich am diesjährigen Monitoring der SG-Roadmap BW 2.0. Am 01.10.2026 fand der Workshop statt, welcher die finale Phase des Roadmap-Monitorings 2026 eileitete.
Smart Grids-Roadmap Workshop
Einordnung
Im Rahmen des Roadmap-Prozesses mit 143 Akteuren entstand 2022 die Smart Grids-Roadmap Baden-Württemberg 2.0. Sie formuliert die gemeinsame Vision der Akteure für intelligente Energienetze in Baden-Württemberg und stellt die Umsetzung von Smart Grids im Bundesland mit Zielen und Maßnahmen bis 2030 auf eine gemeinsame Basis.
Seit 2024 wird die Umsetzung der Maßnahmen aus der Roadmap in einem partizipativen Monitoring begleitet. Der Monitoringbericht 2025 zeigte, dass viele notwendige Maßnahmen verzögert sind – nicht aus technischen, sondern aus organisatorischen und rechtlichen Gründen. Der diesjährige Bericht soll Politik und Verwaltung aufzeigen, an welchen Punkten Reformstau und Umsetzungshemmnisse aufgebrochen werden müssen. Detaillierte Informationen zum Ablauf des Monitorings erhalten Sie hier.
Der vorausgegangene Monitoringprozess umfasste bereits den Online-Kickoff-Workshop am 19.03.2026, zwei E-Mail-Konsultationsrunden sowie Roadmap-Themenecken bei den Smart Grids-Gesprächen in Konstanz (Dekarbonisierung der Industrie, 28.04.2026) und Stuttgart (Resilienz des Energiesystems, 17.07.2026). Die hierbei gesammelten Inputs wurden vom Roadmap-Team strukturiert, verdichtet und am 08.09.2026 an die gesamte Konsultationsrunde versendet. Am 01.10.2026 fand im Hospitalhof Stuttgart der finale Workshop statt. Wichtigstes Ziel des Tages war es, die Themen des Roadmap-Monitorings nun auch nochmal im persönlichen Austausch zu erörtern und so das Für und Wider einzubringen. Dies diente einerseits der Fokussierung der Lösungsoptionen, andererseits auch der Schärfung der Forderungen an die Politik.
Der Workshop
Die Begrüßung und Einordnung des Tages durch Moderator Christian Schneider (SmartGridsBW) wurde anschließend von einer kurzen Keynote von Jaron Immer (Landessprecher, Grüne Jugend BW) flankiert. Er gab einige Impulse aus dem politischen Rahmen und den Herausforderungen der Energiewirtschaft. So hob er hervor, dass sich die Energiewende in einer disruptiven Phase befinde. Bestehende Strukturen würden teils grundlegend verändert und zu einem neuen, umfassenderen energetischen Gesamtsystem transformiert. Er betonte, dass in der Energiewirtschaft in Anbetracht aller aktuellen Herausforderungen gerade so viel passiere, dass es darauf ankomme, mutig nach vorne zu gehen und sich nicht von den einzelnen Energiewende-kritischen Stimmen beirren zu lassen. Im Anschluss erläuterte Aaron Metz (SmartGridsBW) den Ablauf des Workshops.
Die erste Workshop-Runde widmete sich dem Handlungsfeld 1 (Netz und Markt verbünden), die zweite dem Handlungsfeld 2 (Sektorkopplung konsequent denken). In einem abschließenden Speed-Dating tauschten sich die Teilnehmenden zu übergreifenden Herausforderungen aus.
In allen Runden standen die Diskussionen der Lösungsvorschläge und der expliziten Forderungen an die Politik im Mittelpunkt.
- HF1 – Netz und Markt verbünden
- HF2 – Sektorkopplung konsequent denken
- Übergreifende Herausforderungen
Vernetzung der Akteure im Land fortführen und stärken
Das abschließende Get-together bot Gelegenheit, die Diskussionen im persönlichen Austausch fortzuführen. Gerade im Vergleich zu reinen Online-Formaten erlaubt das Zusammenkommen vor Ort deutlich intensivere Diskussionen und eben auch die persönliche Vernetzung. SmartGridsBW wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass die aktiven Akteure im Themenbereich intelligenter Energienetze an möglichst vielen Stellen ins Gespräch kommen, um sich intensiv zu den relevanten Themen auszutauschen und auch neue Projekte zu starten.
Wie geht’s weiter?
Die Inhalte der Diskussionen werden nun mit den restlichen Inputs der letzten E-Mail-Konsultationsphase (offen bis zum 08. Oktober) in den Monitoringbericht einfließen. Am 16. Oktober wird die aktualisierte Version an alle Teilnehmenden des Monitoringprozesses versendet. Im Anschluss wird der Bericht in den Redaktionsprozess überführt.
Die Übergabe an das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und die Veröffentlichung erfolgen im Dezember 2026. Wie bereits 2022 werden die Beteiligten auf Wunsch namentlich genannt – so wird gegenüber Land und Bund sichtbar, dass die Forderungen von den umsetzenden Akteuren getragen werden. Darüber hinaus sind Präsentationen für Entscheidungstragende auf Kommunal-, Landes-, Bundes- und EU-Ebene vorgesehen.
Das Team von SmartGridsBW dankt allen Teilnehmenden für den sehr konstruktiven und kurzweiligen Austausch!