Rückblick: Berliner ENERGIETAGE 2026 — SmartGridsBW und die Akteure aus Baden-Württemberg waren vor Ort dabei
Wie gestalten wir die Energiewende sicher, wirtschaftlich und klimafreundlich? Unter diesen Leitfragen diskutierte eine Vielzahl von Akteuren auf den Berliner ENERGIETAGEN 2026 — SmartGridsBW war vor Ort.
Nachbericht
Berliner ENERGIETAGE vom 4. bis 6. Mai 2026 unter dem Motto „Gemeinsam Lösungen schaffen – Sicher. Wirtschaftlich. Klimafreundlich.“
Wie kann die Energiewende sicher, wirtschaftlich und klimafreundlich zugleich gelingen — und welche Antworten geben Politik, Energiewirtschaft, Forschung und Praxis darauf? Diesen Fragen widmeten sich die Berliner ENERGIETAGE 2026, die als Leitveranstaltung für Energiewende und Klimaschutz erneut den fachlichen Austausch in der Bundeshauptstadt bündelten. Dabei beleuchteten rund 110 Einzelveranstaltungen ein breites Spektrum aktueller Herausforderungen — von Energiesicherheit über Wärmewende bis hin zu Akzeptanz und sozialer Gerechtigkeit. SmartGridsBW war, wie auch einige Mitgliedsunternehmen, vor Ort, um zentrale Diskussionsstränge zu verfolgen und Impulse für die eigenen Arbeitsschwerpunkte mitzunehmen.
Hintergrund und Format der Energietage
Die Berliner ENERGIETAGE gelten als eine der Leitveranstaltungen für Energiewende und Klimaschutz. Die mehr als 100 Mitveranstaltenden aus Bundespolitik, Wirtschaft, Forschung, Industrie, Gewerbe und Zivilgesellschaft gestalteten in Zusammenarbeit mit dem Orga-Team ein sehr umfängliches Programm, zu verschiedensten Schwerpunkten von Energiewende und Klimaschutz. Unter Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie der Beteiligung des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit konnten Bundespolitik und -verwaltung aktuelle politische Entwicklungen präsentieren und den direkten Austausch mit den Akteuren suchen. Spitzenverbände wie BDEW und VKU stellten die Sicht ihrer Mitgliedsunternehmen auf die neuen und sich verändernden Herausforderungen ebenso dar, wie namhafte Forschungseinrichtungen (z.B. die Fraunhofer-Allianz Energie) und zahlreiche zivilgesellschaftliche Institutionen.
Schwerpunkte des Programms 2026
Das Programm der Energietage 2026 war in sieben thematische Schwerpunkte gegliedert:
- Politik trifft Praxis — Neue Ansätze auf dem Prüfstand
- Energiesicherheit und Resilienz — Geostrategische Herausforderungen bewältigen
- Wärmewende ohne Ende? — Wärmeplanung, Wärmenetze und Co.
- Gebäude und Quartiere — Lösungen für fristgerechte Klimaneutralität?
- Erneuerbare Energien — wirtschaftlich und effizient nutzen
- Energiewirtschaft — Lösungsansätze für die große Transformation
- Kommunikation, Akzeptanz, soziale Gerechtigkeit — Die unterschätzte Dimension der Energiewende
Wärmewände, Energiemarktdesign und die konkreten Fragen der Umsetzung, sowohl im überregionalen, kommunalen wie auch individuellen Lebensraum wurden mit zahlreichen Praxisbeispielen aus der Industrie und dabei besonders von mittelständischen Unternehmen aufgezeigt, die ihre Produkte und Konzepte vorstellten.
Aus Sicht von SmartGridsBW war der Blick auf Energieinfrastrukturen und damit verbunden Netzthemen wie auch allen damit verbundenen Komponenten besonders relevant. Auch hier zeigte sich das Thema „Resilienz“ wiederum als einer der Gravitationspunkte aktueller Debatten. Wie wird das energiepolitische Dreieck aus Versorgungssicherheit, Klimaneutralität und Wirtschaftlichkeit unter den gegebenen und sehr dynamischen Rahmenbedingungen umgesetzt? Und wie kann die Systemsicherheit auch unter dem Stress geopolitischer Entwicklungen auf dem so hohen Niveau, bei gleichzeitiger Bezahlbarkeit der Maßnahmen aufrechterhalten werden? Disruptive Ereignisse wie die Nutzung der Gasversorgung durch Russland als Druckmittel im Jahr 2022 oder die aktuelle Blockade der Straße von Hormus lassen nur den Schluss zu: Die Resilienz der Energieversorgung beruht sowohl auf strategischer Autonomie durch Erneuerbare Energien, als auch robuster Umsetzung aller Einzelmaßnahmen, so z. B. der NIS2-Richtlinie und dem CRA.
Fazit
Die Berliner ENERGIETAGE 2026 boten erneut ein dichtes Panorama der aktuellen energie- und klimapolitischen Debatten. Die Bandbreite der sieben Schwerpunkte machte deutlich, wie eng die Themenfelder Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Tragfähigkeit und Klimaneutralität miteinander verflochten sind und wie stark technische, regulatorische und auch gesellschaftliche Fragen ineinandergreifen.
Seitens SmartGridsBW und etlicher Mitgliedsunternehmen suchten wir wie üblich den Austausch bezüglich möglicher Anknüpfungspunkte zu unseren Arbeitsschwerpunkten und den Smart Grids-Aktivitäten in Baden-Württemberg und brachten diese aktiv ins Gespräch.
Wir danken den Veranstaltern der Berliner ENERGIETAGE für die Organisation dieses umfangreichen Formats sowie allen Referierenden und Kolleginnen und Kollegen für die wertvollen Impulse und den Austausch vor Ort!