EU-Aktionsplan zur Digitalisierung des Energiesektors

Bis zum 24. Januar 2022 besteht die Möglichkeit den EU-Aktionsplan zur Digitalisierung des Energiesektors zu kommentieren.

Veröffentlicht: 9. November 2021 | Kategorie: Allgemein, News | Autor / Autorin: Christian Schneider
Alexandre Lallemand @alexandrelallemand / Unsplash.com Der EU-Aktionsplan zur Digitalisierung des Energiesektors kann noch bis zum 24.01.2022 kommentiert werden.

Digitale Technologien erlauben es, das volle Potenzial flexibler Energieerzeugung auszuschöpfen und ermöglichen so eine effizientere Nutzung erneuerbarer Energien. Um für digitale Energieinfrastrukturen in Europa eine gemeinsame Basis zu schaffen, plant die EU-Kommission einen EU-Aktionsplan zur Digitalisierung des Energiesektors. Bis zum 24. Januar 2022 besteht die Möglichkeit, diesen zu kommentieren.

Der Aktionsplan soll im Anschluss an die Konsultationsrunde entstehen und die Maßnahmen zur Digitalisierung des Energiesystems für eine einheitliche Ausrichtung in ganz Europa anleiten. Die öffentliche Konsultationsrunde ermöglicht die Platzierung bereits gewonnener Erkenntnisse sowie die Artikulation von Notwendigkeiten, welche im Themenfeld aktive Akteure bereits aus der Praxis gewonnen haben.

Der Aktionsplan basiert auf der 2020 veröffentlichten EU-Strategie zur Energiesystemintegration. Strategisches Interesse des Aktionsplans ist weiterhin die Einbettung dieser Maßnahmen in den European Green Deal (die Klimaneutralität der EU bis ins Jahr 2050) sowie in die EU-Digitalstrategie. Damit adressiert der Aktionsplan zwei der sechs größten politischen Prioritäten der Europäischen Kommission.

Im Papier der EU-Kommission werden die Ziele sowie die Timeline für den Aktionsplan dargestellt. Da der Aktionsplan auch Regulationen betrifft, die teilweise supranational zu Stande kommen und damit dem Zugriff nationaler Politik entzogen sind, ergibt sich hier die Möglichkeit der unmittelbaren Einflussnahme in die europäische Rechtsetzung im Energiesektor. Die daraus resultierenden Regulationen haben weitreichende Auswirkungen auf die zukünftige Gestaltung der Energiewirtschaft in ganz Europa und damit im Speziellen auch in Deutschland.